Ein Besuch zwischen Hochfinanz und Erinnerungskultur

Ein Besuch zwischen Hochfinanz und Erinnerungskultur

Die „Null-Zins-Politik“ der EZB ist in aller Munde. Der Sozialkunde Leistungskurs der MSS 12 des Evangelischen Gymnasiums machte sich daher auf den Weg nach Frankfurt, um vor Ort beim Hauptsitz der Europäischen Zentralbank mehr darüber zu erfahren.  Nach einem kurzen einleitenden Vortrag, bei dem die Aufgaben sowie die Entscheidungsprozesse der EZB erläutert wurden, ging es für die Schülerinnen und Schüler auf eigenständige Erkundungstour im Besucherzentrum. In einem 360-Grad-Kino konnte unter anderem der Ablauf einer Sitzung des Präsidiums nachvollzogen werden. Hierbei wurde auch deutlich, wie komplex das Thema Geldpolitik und die entsprechende Entscheidungsfindung ist.

Zu einer zufälligen Begegnung kam es in der EZB zudem: Den zweiten Teil der Besuchergruppe bildeten zwei Politik/Wirtschaft-Kurse des Laubach-Kollegs unter der Leitung von Frau Psarros. Das Laubach-Kolleg ist die Partnerschule des Evangelischen Gymnasium und ebenfalls in Trägerschaft der EKHN – so klein ist manchmal die Welt.

Beim abschließenden Quiz zeigten alle Schülerinnen und Schüler, dass sie sich hervorragend im Bereich der europäischen Geldpolitik auskennen. Einige Bad Marienberger Schüler konnten von der EZB sogar mit kleinen Preisen ausgezeichnet werden.

Auf dem Gelände der EZB, der ehemaligen Frankfurter Großmarkthalle, befindet sich zudem eine Erinnerungsstätte des Jüdischen Museums. Am Anschluss an den Besuch in der Zentralbank versuchten die Schüler diesen Spagat zwischen Moderne und Erinnerung zu schaffen. Ein eindrücklicher Vortrag sowie eine Führung durch die Kellergewölbe, in denen zur NS-Zeit Menschen zur Deportation eingesperrt und vorbereitet wurden, zeigte der Gruppe eine vollkommen andere Sichtweise auf.

So endete der Besuch mit vielen neuen Informationen zur EZB und bleibenden Eindrücken zu einem dunklen Thema der deutschen Geschichte.

Besuch im Mainzer Landtag – Demokratietag Jgst. 9

Besuch im Mainzer Landtag – Demokratietag Jgst. 9

Am Freitag, den 07.06.2019, unternahm die Klassenstufe 9 mit dem Sozialkundelehrer Herr Hammon und Herrn Bonin eine Exkursion in den Mainzer Landtag. Dort bekamen die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in den politischen Alltag der einzelnen Parteien im Landtag. Um selbst zu erfahren, wie man über ein Thema entscheidet und wie über Anträge diskutiert und entschieden wird, sollten die Schülerinnen und Schüler es selbst in einem Rollenspiel ausprobieren, und über das Thema „Führerschein mit 16“ diskutieren. Um eine möglichst realistische Diskussion starten zu können, wurden zunächst die Schüler in drei Fraktionen eingeteilt: Fraktion orange, welche die größte der Fraktionen und gegen den Führerschein mit 16 war, eine neutrale Fraktion lila, und die zweitgrößte Fraktion blau, die für den Führerschein mit 16 war. Als die Schülerinnen und Schüler eingeteilt waren, zogen sich die einzelnen Fraktionen zu einem Gruppengespräch zurück. Dort wurden dann der Fraktionsvorsitzende und jeweils ein Schriftführer gewählt, welcher neben dem Präsidenten saß und die sich meldenden „Abgeordneten“ notierte, damit ein jeder seine Redezeit erhielt. Da die Fraktion orange die größte war, durften sie auch den Präsidenten vorschlagen. Als sich alle Fraktionen wieder im Landtag getroffen hatten, startete die Diskussion. Das Ziel von orange war, den Antrag auf einen Führerschein mit 16 abzulehnen. Die Fraktion blau steuerte dagegen und versuchte gleichzeitig auch, die Fraktion lila von ihren Argumenten zu überzeugen, um mehr Leute zu gewinnen und somit den Antrag genehmigen zu können. Am Ende haben die Argumente der Fraktion blau überzeugt, und der Antrag wurde in dem Rollenspiel angenommen. Die Schüler fanden dieses Rollenspiel eine interessante Möglichkeit, um sich mit der Politik auseinanderzusetzen. Am frühen Nachmittag traten die Schülerinnen und Schüler dann den gemeinsamen Heimweg an.
Lotte Becker, Klasse 9c

 

„Let’s shape our society! – Chancen von Sozialen Medien“

Demokratietag der Jahrgangsstufe 10 des Evangelischen Gymnasiums lernen, soziale Medien für die politische Diskussion zu nutzen

„Let’s shape our society! – Chancen von Sozialen Medien“

„Bots“ und „Cyber Mobbing“ und „Fake News“ – manchmal scheinen Soziale Medien als „die“ Bedrohung des 21. Jahrhunderts. Dabei bieten sie große Chancen für Demokratie und für die Beteiligung von jungen Menschen an politischen Entscheidungen.

Wie nutzen wir Soziale Medien? Welche Rolle können sie bei der Weiterentwicklung unserer Gesellschaft spielen? Und wie können wir sie gezielt und fair einsetzen? Um diese und viele weitere Fragen drehte sich der diesjährige Demokratietage der 10. Klassen. In Zusammenarbeit mit Johanna Rohde, Referentin für gesellschaftspolitische Jugendbildung der Evangelischen Landjugendakademie Altenkirchen, erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler die Funktionsweise Sozialer Medien und beschäftigen sich mit dem eigenen Nutzerverhalten. Davon ausgehend wurden die Möglichkeiten der politischen Meinungsäußerungen über soziale Medien erörtert. Am Ende des ganztägigen Projekttages wurden individuelle Debattenbeiträge zu den Themen Umweltschutz, Urheberrecht sowie Donald Trump erstellt, die auf der Homepage der Schule sowie über private Twitterkanäle der Schülerinnen und Schüler veröffentlicht wurden. Johanna Rohde staunte über das große Engagement der Schülerinnen und Schüler. Diese versprachen, die Sozialen Medien auch zukünftig für ihre politische Interessenbekundung zu nutzen. Ein schöner Beleg für den Erfolg dieses kurzweiligen Demokratietages und für die zunehmende Bedeutsamkeit der sozialen Medien in der politischen Auseinandersetzung.