Aktuelles aus New Orleans

Diakonisches Praktikum MSS 11

Aktuelles aus New Orleans

Im Rahmen des Diakonischen Praktikums in der MSS 11 ist erneut eine Gruppe in New Orleans unterwegs. im dortigen Workcamp unterstützen die Schülerinnen und Schüler bedürftige Menschen und helfen beim Wiederaufbau mit. An dieser Stelle berichten wir in den kommenden drei Wochen immer wieder tagesaktuell aus New Orleans.

 

Ein langer Anreisetag, unsere ersten Eindrücke und die ersten zwei Tage im Camp

Unsere Reise hat am 9. Juni begonnen. Wir haben uns leider schon mitten in der Nacht getroffen, was wir aber für diese tolle Reise auf uns genommen haben. Wir haben uns in der Schule um halb fünf zusammengefunden um gemeinsam in einer kurzen Andacht für eine sichere Reise zu bitten. Dann ging es auch schon auf den Weg zum Frankfurter Flughafen. Wir waren alle sehr nervös und aufgeregt, aber trotzdem voller Vorfreude. Der erste Flug zum Zwischenstopp in New York verlief problemlos und entspannt, vor allem angesichts der vielen Snacks, mit denen wir versorgt wurden. Unser Anschlussflug von New York nach New Orleans hatte leider 2 Stunden Verspätung, doch aufgrund der guten Stimmung verging diese Zeit wie im Flug (haha). Als wir dann endlich doch in den Flieger nach New Orleans, unserem Ziel, gestiegen sind, war die Erleichterung groß. Dort endlich gelandet, wurden wir herzlich von David, Casey und Jonas mit Beignets empfangen. Nicht Mal eine Dreiviertel Stunde nach der Landung sind wir sogar schon auf dem Weg ins Camp Restore gewesen und haben während der Fahrt in den super coolen Pick Ups unsere ersten Eindrücke von der Stadt absorbiert.
Im Camp war tatsächlich nicht mehr als Bett angesagt, weil wir alle super fertig waren…24 Stunden wach…
Natürlich waren wir trotzdem Montag für unseren ersten Tag top fit und ganz gespannt was uns erwartet. Cathy, Mitarbeiterin des Camps, hat uns vor dem Frühstück begrüßt und die wichtigen Grundlagen erklärt, wofür das Camp steht und was unser Freiwilliger Dienst für die Menschen hier bedeutet. Das durften wir dann auch direkt an der ersten Einsatzstellen erleben. Wir sind zu Love in Action eingeteilt worden, was ungefähr vergleichbar mit der „Tafel“ in Deutschland ist. Wir durften an diesem Tag in wenigen Stunden viele verschiedene Menschen aller Art kennenlernen. Die Dankbarkeit und Freude in den Augen der Menschen war Glück erfüllend. Es war eine ganz andere und neue Erfahrung für uns persönlich, was uns insofern weiter gebracht hat, dass wir zu schätzen wissen was wir haben.
Am Abend des selben Tages sind wir nach dem Abendessen noch einmal in einer Runde zusammen gekommen um das Geschehene zu reflektieren und unsere Eindrücke miteinander zu teilen.
Dienstag Morgen ging es dann auch schon weiter. Dieser Tag hatte jedoch die Besonderheit dass wir nach dem Frühstück nicht alle gemeinsam zur nächsten Einsatzstelle gefahren sind, sondern das 4 von uns (Melissa, Kathleen, Sophie und Elena) in die Pre-School der „Christ the King“ Gemeinde gefahren sind. Ich, Melissa, fand die Erfahrung dort sehr spannend. Da ich gerne mit Kindern zusammen arbeite war das natürlich besonders. Wir haben mit den Kindern gespielt und den ganzen Tag verbracht. Auch Kinder haben in jungen Jahren schon verschiedenste Persönlichkeiten. Wir durften dort auch Pastor Dave kennenlernen, mit dem wir uns dann ein wenig unterhalten haben. Nach dem Tag dort, waren wir super gut gelaunt und selbst nach dieser kurzen Zeit sind mir die Kinder ans Herz gewachsen.
Die anderen gingen in eine Einrichtung namens Arc. Das ist eine Organisation zur Inklusion von körperlich und geistig beeinträchtigten Menschen, die im ganzen Land tätig ist. Unsere Aufgabe dort war das Sortieren von Mardi Gras Artikeln, dem Karnevalsfest in New Orleans, zum recyceln.
Nach dem Abendessen sind wir alle gemeinsam ins French Quarter gefahren, um den Lifestyle New Orleans live zu erfahren. Die Erfahrungen anderer haben uns definitiv nicht zu viel versprochen. Es war überwältigend. Überall verschiedenste Menschen , Lichter, Musik. Es war sehr Eindrucksvoll und überwältigend, wie viele verschiedene Stimmungen dort durch die verschiedensten Menschen anzutreffen ist. All das ist kaum bis gar nicht vergleichbar mit Deutschland.
Die ersten drei Tage hier in New Orleans waren also im ganzen gesagt, eindrucksvoll, überwältigend und Freude erfüllend.
Diese Erfahrung kann man sich durch keine Erzählung so vorstellen, wie wenn man sie am eigenen Leib erlebt hat.

Melissa Loos & Christian Huhn

 

 

Einsatzstellen, Leben im Camp und persönliche Erfahrungen

Tag 4:
An unserem 3. Tag hier in New Orleans haben wir die KiPP School besucht. KiPP ist der Leitspruch der Schule und bedeutet Knowledge is Power Program (?). Die Schule soll auch Kindern aus ärmeren Verhältnissen eine gute Schulbildung ermöglichen. Dort haben wir Josh, den Hausmeister der Schule kennengelernt. Er trug uns verschiedene Aufgaben auf, um ihm dabei zu helfen, die Schule für die Schüler vorzubereiten. In den USA sind aktuell nämlich Sommerferien und anders als bei uns haben sie 10 Wochen frei. Manche von ihnen kommen jedoch trotzdem, um die Sommerschule zu besuchen. Das sind unter anderem Dinge, die wir über das Amerikanische Schulsystem gelernt haben. Um Josh zu helfen, haben wir beispielsweise Klassen und Flure ausgeräumt um Platz für Neues zu schaffen. Die Einblicke, die wir dort erhalten haben waren sehr interessant, da sich die Schulen in den USA doch sehr von denen in Deutschland unterscheiden.

Als wir dann nach Hause gekommen sind, haben wir uns später in einer Runde zusammen gesetzt um Karten zu spielen. Um neue kulturelle Erfahrungen zu sammeln, haben wir ein paar der amerikanische Schüler eingeladen mitzuspielen. Obwohl wir alle sehr unterschiedlich waren und trotz der verschiedenen Sprachen hat alles super geklappt und wir hatten eine Menge Spaß.

Tag 5:
Kennt ihr den Film Zauberer von Oz? Gloria, die wir heute besucht haben, hat sich bei der Gestaltung ihres Communitygarden an dem Film orientiert, in dem sie beispielsweise einen gelben Gehweg gepflastert hat, der zu ihrem Garten führt. Ihr Garten ist nebenbei bemerkt der bunteste den ich je gesehen habe: überall blühen verschiedenste Pflanzen und Blumen und alles was man ansonsten im Garten findet, zum Beispiel Blumenkästen, ein Geräteschuppen und Stühle, ist bunt in den verschiedensten Farben angemalt. Als wir am Morgen bei ihr ankamen, waren wir alle sehr über ihr außergewöhnliches Projekt erstaunt, da sich der Garten wirklich sehr von dem uns bekannten unterscheidet. Er ist wesentlich bunter und auf eine sympathisch Weise chaotischer. Um ihr zu helfen haben wir Kies und Rindenmulch an verschiedenen Stellen verteilt, Unkraut gejätet und Tische als Arbeitsflächen gebaut. Genutzt wird der Garten beispielsweise von Schulklasse die dort Gemüse ernten und im Allgemeinen etwas über den Anbau verschiedener Pflanzen lernen können. Das geerntete Gemüse wird verkauft. In der wohlverdienten Mittagspause haben wir uns in ein schönes kleines Café gesetzt, was ganz in der Nähe liegt. So gegen 15:00 Uhr sind wir zurück ins Camp, um uns mit Yannick, Eva, Sophia und Max zu treffen. Sie alle haben ein ganzes Jahr hier im Camp Restore gelebt, um einen freiwilligen Dienst zu verrichten. Die vier haben uns von ihren Erfahrungen aus der Zeit hier in New Orleans berichtet, was sich für uns sehr spannend angehört hat. Einige von uns können sich durchaus vorstellen ebenfalls ein Freiwilliges Jahr hier zu verbringen. Anschließend haben wir uns für eine erneute Runde Karten spielen getroffen und so einen schönen Tag ausklingen zu lassen.

Tag 6:
Unser heutiger Ausflug ging zur Bethel Community Thrift. Das ist ein Secondhand-Laden in dem ausschließlich Leute arbeiten, die mal Drogen- oder Alkoholabhängig waren, oder mit häuslicher Gewalt zu kämpfen haben. Den Menschen dort wird geholfen, ihre Probleme zu bewältigen und ihr Leben in den Griff zu bekommen. Tagsüber arbeiten sie entweder im Shop oder auch in einem Café, was dazu gehört. Courtney, eine der Mitarbeiterinnen dort hat uns erzählt, dass dort strenge Regeln herrschen. Alle Leute leben zusammen unter Betreuung, jedoch werden Männer und Frauen strikt von einander getrennt und dürfen nicht mal mit einander sprechen. Das soll Ablenkungen verhindern. Das ganze Programm dauert 6 Monate, viele entscheiden sich jedoch dazu, auch danach noch dort zu arbeiten, da ihnen das Umfeld gut tut und sie so nicht mit ihrer alten Umgebung konfrontiert werden. Für uns Schüler war die Arbeit dort im Store eine unglaublich wertvolle Erfahrung. Die Jungs haben geholfen Möbel abzuholen und diese anschließend umzuräumen und zu ordnen. Die Mädchen haben im Laden mitgeholfen, indem wir Klamotten und andere Gegenstände sortiert haben. Dabei hatten wir die Gelegenheit mit den Betroffenen zu reden und ihnen Fragen zustellen. Sie waren alle bereit, offen mit uns darüber zu reden und ihre Geschichte mit uns zu teilen. Es war sehr interessant und zum Teil schockierend was für unterschiedliche Dinge die Leute dort mitgemacht haben. Eine große Rolle für die Menschen dort spielt ihr Glaube. Er gibt ihnen Hoffnung und ist manchmal das letzte woran sie sich klammern. Die erste Frage die mir gestellt wurde war, ob ich an Jesus glaube, was zeigt was für ein wichtiges Thema für sie ist. Auch in der Einrichtung ist die Kirche sehr präsent. Zum Beispiel hat Heavenly uns erzählt, dass sie jeden Sonntag in die Kirche gehen. Als wir dann am Nachmittag ins Camp zurück gekommen sind, wurden wir von den Schülern aus New Jersey zum Essen eingeladen. Sie haben für uns Jambalaya gekocht, ein typisches Gericht aus New Orleans, was sehr lecker war. Damit ist unsre erste Arbeitswoche hier im Camp Restore zu Ende gegangen.

Kathleen Oehl

 

 

Tag 7 – Eeendlich Wochenende!
Nach einer sehr vielfältigen ersten Arbeitswoche,die uns eine ganze Menge an Ersteindrücken in das Leben der Menschen in und um New Orleans geben konnte, waren wir alle sehr erschöpft, da diese ganzen Erfahrungen kombiniert mit den Folgen des sich durchschleichenden Jetlags und den frühen Aufstehzeiten ziemlich anstrengend waren. Umso glücklicher waren wir, als wir den Samstagmorgen ein wenig entspannter angehen konnten, weil wir über das ganze Wochenende hinweg die einzige anwesende Gruppe waren und uns deshalb nicht an feste Frühstückszeiten halten mussten. Nach dem Fertigmachen und Frühstücken im Teenagertempo fuhren um 11.00 Uhr dann also los zu unserem Wochenhighlight: Eine Poolparty im Garten von Lori, welche in der Gemeinde „Christ the King“ Mitglied ist und uns mit David gemeinsam zudem ein BBQ im typisch amerikanischem Stil zubereiteten. Nach der gut dreiviertelstündigen Fahrt konnte uns auch ein leider nur semi-gutes Wetter nicht davon abhalten so schnell wie möglich in den Pool zu springen. Als wir diesen dann ausgiebig getestet hatten, servierte man uns dann Obst, Gemüse, Snacks und natürlich selbstgegrillte Burger, wie sie bei keiner echt amerikanischen Gartenparty fehlen dürfen. Zusätzlich bot sich uns eine kulinarische Besonderheit: Aligator-Wurst, die wohl für die Einen mehr und die Anderen weniger zu den kulinarischen Highlights zählen dürfte. (Für alle Neugierigen kann ich meinerseits nur behaupten, dass sich die Aligator-Wurst geschmacklich nicht markant von anderen guten,groben Grillwürsten unterscheidet.) Am Nachmittag folgten viele Gespräche zwischen unserer Gruppe und David, Casey und deren Freunden. Wir unterhielten uns beispielsweise viel über sowohl deutsche als auch englische Dialekte und Redensweisen. Casey und David waren besonders an deutschen Dialekten interessiert, da sie diese in Österreich und München studiert haben und deshalb auch ein „dialektschwangeres“ Deutsch zu sprechen und zu verstehen gelernt haben. Auch das größere Gewitter am Nachmittag, welches sich ja vormittags schon angekündigt hatte, konnte uns weder Lust noch Laune verderben, weswegen uns der Abschied am Nachmittag auch umso schwerer fiel. Nach Ankunft im Camp ließen wir den Abend nach heißer Dusche und einem selbst zubereiteten, kleinem Abendessen, entspannt bei Kartenspielen ausklingen. Was für ein toller Samstag!!!

Tag 8 – Gottesdienst, wie wir ihn vorher noch nie erlebt hatten…
Der Sonntag startete für uns ähnlich wie am Vortag relativ entspannt. Nach Frühstück und den gewohnt Morgenritualen hieß es: Schicker dresscode für den Gottesdienst, wie die meisten von uns es aus Deutschland noch kannten. Doch sobald wir gegen 10.00 Uhr die im Camp gelegenen Räumlichkeiten für den Sonntagsgottesdienst der baptistischen Gemeinde des Viertels betreten hatten bot sich uns eine Atmosphäre, die mit keiner der in den meisten deutschen Gottesdiensten vorhandenen Atmosphären vergleichbar gewesen wäre: Gleich am Eingang wurden wir von einem Großteil der Gemeinde persönlich mit Händedruck oder Umarmung begrüßt, obwohl die meisten Anwesenden uns nicht einmal kannten geschweige denn uns schon einmal gesehen hatten. Alle waren sichtlich erfreut über unsere Anwesenheit und man hatte für unsere Gruppe die ersten zwei Reihen des Raumes freigehalten.

Der Gottesdienst startete schließlich dann mit einer kurzen Begrüßung, gefolgt von Gesang, der keinen von uns unergriffen ließ. Eine kleine Gruppe von Sängern und Sängerinnen stimmte die Lieder an, welche mit einer Leidenschaft, einer Euphorie und einer Emotionalität von der ganzen Gemeinde mitgesungen wurden, die die meisten von uns noch nie erlebt hatten. Wir sahen Lobpreisungen, Gesten, lachen, weinen und alle möglichen anderen denkbaren Ausdrucksweisen der Gefühle der Gemeinde. Die Stimmung, die dadurch im Raum aufkam ist uns als etwas in Erinnerung geblieben, was für jedes Mitglied unserer Gruppe eine unvergessliche Erfahrung gewesen ist. Gesagt werden kann aber, dass diese Atmosphäre für jeden von uns, ob religiös oder nicht, etwas Emotionales gewesen ist. Dies machte sich auch in der sich anschließenden Predigt des Pfarrers zur Vater-Sohn-Beziehung bemerkbar, die mehr ungezwungen und alltagsnah war und trotzdem einer „regulären“ Predigt in nichts an ihrer Aussagekraft nachgestanden hat. Nach dem Abschlussgesang und einer herzlichen Verabschiedung ging es noch einmal für einen kürzeren Zeitraum auf die Zimmer bis wir nach einem schnellen Mittagessen zum Chalmette Battlefield losfuhren. Dort hielt ich einen kurzen Vortrag zum Hintergrund der Schlacht von New Orleans, die dort im frühen 19. Jahrhundert stattfand. Nachdem wir dann alle über die Schlacht, ihren Verlauf und ihre anzweifelbare, patriotische Bedeutung für die USA informiert waren, fuhren wir mit unseren Autos über das nahe dem heutigen Industriegebiet gelegene Schlachtfeld, auf welchem damals eine Zuckerplantage existierte. Eine Foto vor dem imposanten Obelisken auf dem Gelände durfte da natürlich nicht fehlen! An einem anderen Ende des Schlachtfeldes besichtigten wir noch einen Friedhof für Soldaten und ehemalige Sklaven, der über 15.000 Seelen beherbergt von denen die Identität in den meisten Fällen nicht bekannt ist. Der restliche Tag verlief relativ unspektakulär, da bis auf die Ankunft einer großen Gruppe aus Texas nicht mehr viel geschah. Ein auf vielen Ebenen sehr Spannender Sonntag!

Tag 9 – Auf die Vision kommt’s an !
Die zweite Arbeitswoche begann für uns (erfreulicherweise) später als die Erste, da das Frühstück campübergreifend von 7.00 Uhr auf 8.00 Uhr verlegt wurde. Nach dem Essen hielt Herr Horsch noch eine kurze Andacht über Visionen und das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein. Wie in der Vorwoche fuhren wir wie gewohnt um viertel vor 9.00 Uhr los Richtung Einsatzstelle. Passend zum Thema „Teil von etwas Größerem sein“ stand dieses Mal der Innenausbau eines Hauses für Rebecca, einer Frau die unter Katrina in 2005 sehr gelitten hat und ohne Hilfe nicht in der Lage gewesen wäre ihr Haus wieder zu errichten. Zu Beginn wurden wir in kleinere Gruppen aufgeteilt, um dann Innenarbeiten wie spachteln, schleifen, sägen oder ausmessen zu verrichten. Zwar lief das bestimmt nicht ab, wie man es von Baustellen in Deutschland kennt, jedoch entspricht das auch nicht dem Anspruch, welcher an eine Arbeit von Freiwilligen gestellt werden kann – und trotzdem wird es möglich sein, dieses Haus wieder zu bewohnen was für die Familie das wichtigste sein wird. Wieder stießen wir auf riesige Freude und Dankbarkeit bei Rebecca und ihren Angehörigen. Über den ganzen Tag hinweg erzielten wir beachtliche Fortschritte und die Motivation ging bei der richtigen Musik trotz Anstrengung auch nicht verloren. Geplant ist, dass wir noch häufiger in der kommenden Woche bei Rebecca arbeiten werden und machten uns gegen 3.00. Uhr auf den Rückweg ins Camp. Nach einem Essen in kleiner Gemeinschaft und einer Besprechung finden sich die noch motivierten zum Spielen im Aufenthaltsraum zusammen. Ein produktiver Auftakt in die zweite Arbeitswoche!

Tim Mauscherning

Mittwoch, 19.06.2019 – Unterrichtsschluss um 12.55 Uhr

Mittwoch, 19.06.2019 – Unterrichtsschluss um 12.55 Uhr

Liebe Eltern,

wie bereits in einem der letzten Elternbriefe des Schulleiters angekündigt, wurde mit dem Schulelternbeirat vereinbart, dass der Unterricht am Mittwoch,  19.06.2019 aufgrund der Zeugniskonferenzen bereits um 12.55 Uhr endet.

Wir bieten für alle Kinder, die nicht um 12.55 Uhr abgeholt werden können oder alleine mit den Bussen nach Hause fahren können, eine Betreuung an. Sollte Ihr Kind davon Gebrauch machen müssen, dann informieren Sie bitte die Klassenleitung bis Dienstag, den 18.06.2019.

Die regulären Schulbusse zur Mittagszeit sind erfahrungsgemäß sehr gut mit Schülern der anderen Schulen gefüllt. Bitte organisieren Sie nach Möglichkeit Fahrgemeinschaften, um die Kinder abzuholen.

Revue 2019 – Vorverkauf gestartet

Revue 2019 – Vorverkauf gestartet

Der Vorverkauf für die diesjährige Revue ist gestartet. Eintrittskarten für die beiden Abende (26./27.06.2019) können ab sofort in den großen Pausen im Foyer der Schule erworben werden.

 

Besuch im Mainzer Landtag – Demokratietag Jgst. 9

Besuch im Mainzer Landtag – Demokratietag Jgst. 9

Am Freitag, den 07.06.2019, unternahm die Klassenstufe 9 mit dem Sozialkundelehrer Herr Hammon und Herrn Bonin eine Exkursion in den Mainzer Landtag. Dort bekamen die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in den politischen Alltag der einzelnen Parteien im Landtag. Um selbst zu erfahren, wie man über ein Thema entscheidet und wie über Anträge diskutiert und entschieden wird, sollten die Schülerinnen und Schüler es selbst in einem Rollenspiel ausprobieren, und über das Thema „Führerschein mit 16“ diskutieren. Um eine möglichst realistische Diskussion starten zu können, wurden zunächst die Schüler in drei Fraktionen eingeteilt: Fraktion orange, welche die größte der Fraktionen und gegen den Führerschein mit 16 war, eine neutrale Fraktion lila, und die zweitgrößte Fraktion blau, die für den Führerschein mit 16 war. Als die Schülerinnen und Schüler eingeteilt waren, zogen sich die einzelnen Fraktionen zu einem Gruppengespräch zurück. Dort wurden dann der Fraktionsvorsitzende und jeweils ein Schriftführer gewählt, welcher neben dem Präsidenten saß und die sich meldenden „Abgeordneten“ notierte, damit ein jeder seine Redezeit erhielt. Da die Fraktion orange die größte war, durften sie auch den Präsidenten vorschlagen. Als sich alle Fraktionen wieder im Landtag getroffen hatten, startete die Diskussion. Das Ziel von orange war, den Antrag auf einen Führerschein mit 16 abzulehnen. Die Fraktion blau steuerte dagegen und versuchte gleichzeitig auch, die Fraktion lila von ihren Argumenten zu überzeugen, um mehr Leute zu gewinnen und somit den Antrag genehmigen zu können. Am Ende haben die Argumente der Fraktion blau überzeugt, und der Antrag wurde in dem Rollenspiel angenommen. Die Schüler fanden dieses Rollenspiel eine interessante Möglichkeit, um sich mit der Politik auseinanderzusetzen. Am frühen Nachmittag traten die Schülerinnen und Schüler dann den gemeinsamen Heimweg an.
Lotte Becker, Klasse 9c

 

„Let’s shape our society! – Chancen von Sozialen Medien“

Demokratietag der Jahrgangsstufe 10 des Evangelischen Gymnasiums lernen, soziale Medien für die politische Diskussion zu nutzen

„Let’s shape our society! – Chancen von Sozialen Medien“

„Bots“ und „Cyber Mobbing“ und „Fake News“ – manchmal scheinen Soziale Medien als „die“ Bedrohung des 21. Jahrhunderts. Dabei bieten sie große Chancen für Demokratie und für die Beteiligung von jungen Menschen an politischen Entscheidungen.

Wie nutzen wir Soziale Medien? Welche Rolle können sie bei der Weiterentwicklung unserer Gesellschaft spielen? Und wie können wir sie gezielt und fair einsetzen? Um diese und viele weitere Fragen drehte sich der diesjährige Demokratietage der 10. Klassen. In Zusammenarbeit mit Johanna Rohde, Referentin für gesellschaftspolitische Jugendbildung der Evangelischen Landjugendakademie Altenkirchen, erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler die Funktionsweise Sozialer Medien und beschäftigen sich mit dem eigenen Nutzerverhalten. Davon ausgehend wurden die Möglichkeiten der politischen Meinungsäußerungen über soziale Medien erörtert. Am Ende des ganztägigen Projekttages wurden individuelle Debattenbeiträge zu den Themen Umweltschutz, Urheberrecht sowie Donald Trump erstellt, die auf der Homepage der Schule sowie über private Twitterkanäle der Schülerinnen und Schüler veröffentlicht wurden. Johanna Rohde staunte über das große Engagement der Schülerinnen und Schüler. Diese versprachen, die Sozialen Medien auch zukünftig für ihre politische Interessenbekundung zu nutzen. Ein schöner Beleg für den Erfolg dieses kurzweiligen Demokratietages und für die zunehmende Bedeutsamkeit der sozialen Medien in der politischen Auseinandersetzung.

Schulkleidungsbasar am Kennenlerntag der neuen Fünfer

Mittwoch, den 26.06.2019

Schulkleidungsbasar am Kennenlerntag der neuen Fünfer

Schulkleidungsbasar für die Klassen 5 bis 13 am Kennenlerntag der neuen Fünfer am 26. Juni 2019 von 14.00 bis 16.00 Uhr.
Verkauf der Startmarken (€ 1,00) am Mittwoch, 19. Juni 2019 von 09.25 bis 09.40 Uhr in der Aula.

Kinder in Heimen von 1945 bis 1975 – eine Wanderausstellung der EKHN –

vom 17.06. – 28.06.2019 im Evangelischen Gymnasium Bad Marienberg

Kinder in Heimen von 1945 bis 1975 – eine Wanderausstellung der EKHN –

„So war die Kindheit, ein Leben ohne Kindheit“, lautet ein Zitat aus der Begleitpublikation zur Wanderausstellung. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau und die Diakonie Hessen haben sich seit 2012 in einem Projekt mit Fragen der Heimerziehung in der Nachkriegszeit bis Mitte der 1970er Jahre (Beginn der Heimreform) auseinandergesetzt. Bei diesem Projekt ging es vor allem um Aufarbeitung und Wiedergutmachung. Die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung zeigen sich in vielfältiger Weise in der Ausstellung und der begleitenden Publikation. Ziel sei es vor allem, die Notwendigkeit von adäquater personeller und fachlicher Ausstattung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die Unabdingbarkeit eines von Respekt geprägten Menschenbildes und der Sensibilität im Umgang mit Schutzbefohlenen sichtbar zu machen (vgl. Begleitpublikation zur Wanderausstellung. Kinder in Heimen von 1945 bis 1975. Hrsg. von Anette Neff in Verbindung mit Petra Knötzele und Peter Röder, Darmstadt 2018).

Auch die Grundkurse Bildende Kunst der Jahrgangsstufen 11 und 12 des Evangelischen Gymnasiums Bad Marienberg haben sich mit diesem sensiblen Thema auseinandergesetzt. Nach einer intensiven Recherche und Sichtung des Kataloges sowie des Filmmaterials sind vielfältige Ergebnisse zu selbst ausgewählten Themenschwerpunkten entstanden, die ebenfalls im Rahmen der Ausstellung präsentiert werden. Man sieht, dass die Schüler mit Hilfe der Kunst eine ganz eigene Sprache gefunden haben, das auszudrücken, was sie bei der Recherche besonders bewegt hat.

Wir laden alle Interessierten herzlich ein, die Ausstellung im Rahmen der Schulöffnungszeiten (8.00 – 16.00 Uhr) zu besuchen.

Andrea Svenska

Informationsabend für die Eltern der neuen 5er

am 12.06.2019 um 19.30 Uhr

Für die Eltern der angenommenen neuen 5er findet um 19.30 Uhr der zweite Info-Abend im Foyer des Ev. Gymnasiums statt.

Erlebnis BERG – Klassenfahrt mal anders!

Erlebnis BERG – Klassenfahrt mal anders!

Eine der drei 10. Klassen des Ev. Gymnasiums, in Begleitung von Klassenlehrerin Anna Weck und Kollege Jonatan Horsch, verbrachte fünf Tage in der Jugendbildungsstätte des Deutschen Alpenvereins in Bad Hindelang (Allgäuer Alpen).

„Berge erleben, Bewegung erfahren, Bildung erreichen“ lautet das zentrale Motto der „JuBi“. Ziel ist es, die Begeisterung am „Draußensein“ in der Natur und an der Bewegung in den Bergen zu wecken.

Die SchülerInnen entwarfen in Kooperation mit erfahrenen Erlebnispädagogen und Bergführern ein herausforderndes Wochenprogramm, das sowohl gruppendynamische als auch individuelle Bildungsprozesse fokussierte. Dem Wechsel aus Aktion und Reflexion wurde hierbei ein hoher Stellenwert beigemessen.

Unter anderem seilten sich die Jugendlichen gesichert, aber eigenständig eine 20 Meter hohe Felswand hinunter in die spektakuläre Starzlachklamm ab.

Die Woche endete mit einer anspruchsvollen Bergtour auf den Hirschberg mit abschließendem Grillen am Lagerfeuer, das die schmerzenden Füße bald vergessen ließ. Einzelne Zutaten wurden zuvor gemeinsam gesammelt und verarbeitet. So entstanden nicht alltägliche Leckereien, wie zum Beispiel Brennnesselchips und Bärlauchbutter.

Neben dem Abenteuercharakter bildeten Aspekte der Nachhaltigkeit einen weiteren Schwerpunkt. So galt es sich respektvoll in der Natur zu bewegen, um dem sensiblen Erlebnisraum gerecht zu werden. Außerdem strebt die Bildungsstätte eine nachhaltige Lebensweise an, die sie vorlebt. Man fühlt sich hier quasi wie von selbst dazu verpflichtet, über sich selbst und das ökologische Handeln nachzudenken.

Müde, aber mit vielen neuen Eindrücken und bester Stimmung ging es freitags per Zug zurück in den Westerwald.

(Ein Schülerbericht folgt.)