Weihnachtsferien

Weihnachtsferien

Das Evangelische Gymnasium wünscht erholsame und besinnliche Weihnachtstage sowie einen guten Starts in neue Jahr.

Wiederbeginn des Unterrichts ist am Montag, den 07. Januar 2019.

Die Verwaltung ist wie folgt besetzt:

Donnerstag, 20.12.2018 8.00 – 16.00 Uhr

Freitag, 21.12.2018 8.00 – 16.00 Uhr

Donnerstag, 27.12.2018 10.00 – 12.00 Uhr

Freitag, 28.12.2018 10.00 – 12.00 Uhr.

Außerhalb dieser Zeiten erreichen Sie die Verwaltung und Schulleitung unter der E-Mail-Adresse sekretariat@ev-gymnasium.de

 

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Impressionen Weihnachtsgottesdienst 2018

Impressionen Weihnachtsgottesdienst 2018

Vortrag: Quo Vadis Europa? Europa vor der Wahl

21. Januar 2019 | 19:30 Uhr

Vortrag: Quo Vadis Europa? Europa vor der Wahl

DELF 2018

Sprachzertifikate Französisch eingetroffen

DELF 2018

Mittlerweile liegen die Prüfungen schon einige Monate zurück, umso froher waren die 8 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 8 und 9, dass die Zertifikate der diesjährigen DELF-Prüfungen noch rechtzeitig vor Weihnachten von Paris (über das Institut français in Mainz) nach Bad Marienberg verschickt wurden! Sowohl eine mündliche Prüfung an einem Gymnasium in Koblenz als auch eine schriftliche Prüfung am Evangelischen Gymnasium Bad Marienberg mussten die Schülerinnen und Schüler absolvieren, bevor sie nun die Bescheinigung über ihre erfolgreiche Prüfung (Niveau A1 und A2) in den Händen halten konnten. Die Erleichterung und Freude war den Schülerinnen und Schülern anzumerken, da sie nun die Anerkennung für ihre Mühen und Arbeit in schriftlicher Form ausgehändigt bekamen.

Im kommenden Halbjahr wird es wieder die Möglichkeit geben, das nächsthöhere Niveau der DELF-Prüfung in Angriff zu nehmen (z.B. von A1 auf A2). Das Niveau B1 ist in der Regel ab der 10. Klasse möglich. Gerne sind auch neue Schülerinnen und Schüler eingeladen an einer DELF Prüfung teilzunehmen, wobei man nicht mit dem untersten Niveau beginnen muss. Die Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf die Prüfungen wird durch Französischkolleginnen und Kollegen des EvGBM unterstützt. Hierzu wird es zeitnah einen Elternbrief geben, der noch mehr Informationen bereithält.

Wer schon jetzt gerne mehr Informationen hätte, kann auf der folgenden Homepage vorbeischauen:

https://mainz.institutfrancais.de/anmeldung-delf-fuer-schulen

In diesem Sinne, bon courage et à bientôt!

Fachschaft Französisch

Auf den Spuren Karls des Großen

Auf den Spuren Karls des Großen

Kurz vor Weihnachten machten sich die Klassen 8b und 8c im Rahmen des Geschichtsunterrichts auf den Weg nach Aachen. Die alte Kaiserstadt glänzte an diesem Tag mit zwar kaltem aber sonst hervorragendem Winterwetter. Wurde im Unterricht das Thema „Karl der Große“ noch recht theoretisch bearbeitet, so konnten an Ort und Stelle viele Ereignisse und Stationen aus Karls Zeit in Aachen nachempfunden werden – findet man doch an vielen Stellen der Stadt sein Signum immer wieder im Boden.

Vom Elisenbrunnen, dessen Wasser trotz des hohen und vor allem riechbaren Schwefelgehalts heilende Wirkung hat und Aachen daher auch zu einem Kurort (daher eigentlich auch „Bad Aachen“) macht, ging es an Ausgrabungsstätten mitten in der Stadt entlang in Richtung Dom. Vorbei am Puppenbrunnen, der verschiedene Stationen und Persönlichkeiten der Aachener Geschichte zeigt und an weiteren historischen Gebäuden entlang, an denen immer wieder Berichte aus Karls Zeit weitergegeben worden sind näherte man sich dem imposanten Dom weiter an. Die Dimensionen des heutigen Doms stammen allerdings nicht aus Karls Zeit. Dieser ließ mitten in Aachen zunächst eine Marienkapelle bauen, um Dank für die heilenden Quellen Aachens auszudrücken. Erst im Laufe der Jahre wurde das Bauwerk immer mehr erweitert. Nach zahlreichen Geschichten rund um Karl, die Stadt Aachen und die immer wieder an den Aachener Bürgern gescheiterten Intrigen des Teufels endete die Führung schließlich mit einem Gang durch den Dom.

Im Anschluss konnte der bekannte Aachener Weihnachtsmarkt, der auch historisch wunderbar zwischen Rathaus und Dom auf dem Katschhof und den angrenzenden Gassen gelegen ist, erkundet werden.

Vorlesewettbewerb 2018: Schulsieger ermittelt

Fantasy Literatur bei Schülern beliebt

Vorlesewettbewerb 2018: Schulsieger ermittelt

Lesen, Vorlesen, Bücher vorstellen. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 beschäftigten sich in den vergangenen Wochen ausgiebig mit diesen Tätigkeiten und bereiteten sich so intensiv auf den anstehenden Vorlesewettbewerb vor. Hier zeigte sich auch, welches Genre die 12-jährigen Leser zur Zeit stark interessiert: Fantasy Literatur. Ob „Warrior Cats“ oder „Animox“ – das Abtauchen in fremde Welten ist offenbar besonders reizvoll.

Seit nunmehr 60 Jahren führt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den Vorlesewettbewerb  in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und anderen kulturellen Einrichtungen durch. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und zählt zu den größten bundesweiten Schülerwettbewerben. Die Schlagworte Lesefreude, Lesemotivation und Lesekompetenz beschreiben, worum es beim Wettbewerb geht und machen bewusst, wie bedeutsam das Lesen ist.

Wie verläuft der Wettbewerb? Das Prinzip ist einfach: Die Teilnehmer stellen ein Buch vor, das sie begeistert hat. Eine altersgemäße Berücksichtigung der ausgewählten Lektüre ist dabei selbstverständlich. Den zuhörenden Mitschülern und einer Fachjury, meist bestehend aus Lehrern oder Vertretern des Buchhandels, wird etwa drei Minuten lang eine vorbereitete Textstelle vorgelesen. Anschließend erhalten die Vorleser einen fremden Text, um zu zeigen, dass auch ungeübte Passagen ansprechend vorgetragen werden können. Wer insgesamt eine gute Lesetechnik und eine überzeugende Interpretation des jeweiligen Textes präsentiert, wird Wettbewerbssieger.

Auch das EVGBM beteiligt sich jährlich am Vorlesewettbewerb und hat vor kurzem lesebegeisterte und talentierte Vorleser der Klassen 6 gegeneinander antreten lassen, um beim Schulentscheid schließlich einen Sieger zu ermitteln. Als Preis erhielten alle Teilnehmer – neben dem anerkennenden Applaus des Publikums – eine Urkunde sowie Buchgeschenke, die in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Millé in Bad Marienberg übergeben wurden. Adrian aus der 6c freute sich über den Schulsieg und wird nun das EVGBM in der nächsten Wettbewerbsrunde, dem Kreisentscheid in Hachenburg, im Februar 2019 vertreten. Welches Buch er dort vorstellen wird, ist natürlich noch nicht bekannt. Vielleicht wird auch er die Zuhörer mit Fantasy-Geschichten von seinem Vorlesetalent überzeugen können…

Mädchen erfolgreich vor heimischem Publikum

Fritz-Walter-Cup in Betzdorf und am Evangelischen Gymnasium

Mädchen erfolgreich vor heimischem Publikum

Am Dienstag, den 27.11.18 und am Donnerstag, den 29.11.18 war es wieder soweit: Die nächsten Runden des Fritz-Walter- Cup standen an. Für das Evangelische Gymnasium gingen insgesamt vier Teams an den Start: zwei mal Jungen und zwei mal Mädchen. Die Jungs reisten am 27.11. nach Betzdorf, die Mädels waren am 29.11. vor heimischem Publikum in Bad Marienberg dran. Während sportlich zwar tolle Leistungen geboten wurden, kam doch leider nur ein Team in die nächste Runde.

In Betzdorf bekam es das Team EvGBM I mit den Mannschaften der RS+ Bad Marienberg, der IGS Betzdorf/Kirchen II und mit dem GYM Betzdorf I zu tun. Nach einem starken Auftritt im Lokalderby gegen die benachbarte Realschule (2:0), konnten sich die Jungen ein Remis gegen das GYM Betzdorf erkämpfen. Im abschließenden Spiel um den Gruppensieg und die damit verbundene Qualifikation für die nächste Runde im Fritz-Walter-Cup mussten die Kicker allerdings die Stärke der IGS Betzdorf/Kirchen II anerkennen und sich letztlich mit dem zweiten Tabellenplatz zufrieden geben.
Die Mannschaft EvGBM II startete ebenfalls furios. Überwiegend mit Schülern aus der 5. Klasse am Start, konnte sich das Team durch ein knappes 1:0 gegen die IGS Betzdorf/Kirchen I die ersten drei Punkte sichern. Im weiteren Verlauf war gegen die spielerisch und vor allem körperlich überlegenen gegnerischen Mannschaften, die überwiegend aus Spielern der Jahrgangsstufe 7 bestanden, nichts Zählbares mehr zu holen. Am Ende landeten die Schüler des EvGBM II in einer sehr ausgeglichenen Gruppe auf dem 4. Tabellenplatz. Nächstes Jahr greifen wir wieder an!!!

In Bad Marienberg mussten die beiden Teams der Mädchen, wegen der geringen Zahl an Mannschaften, zunächst einmal gegeneinander antreten. Und das Mädchenteam EvGBM I ließ hier wenig Zweifel an seiner Entschlossenheit den Gruppensieg zu holen: 10:0. Auch das zweite und dritte Spiel gegen die RS+ Altenkirchen (7:0) und die IGS Hamm (4:0) konnten die Kickerinnen klar für sich entscheiden, bevor das tapfere Team des Gymnasium Marienstatt den Mädchen des ersten Teams das einzige Gegentor zufügen konnte. Das Tor war jedoch nur noch Makulatur und konnte am 4:1 Endstand wenig ändern. EvGBM I hatte sich damit eindeutig an die Gruppenspitze gesetzt und hat sich für die nächste Runde im Januar qualifiziert. Huzzah!

Besondere Erwähnung gebührt an dieser Stelle noch dem Team EvGBM II. Nach einem schweren Beginn in das Turnier und drei schmerzhaften Niederlagen(0:10 gegen EvGBM I; 1:6 gegen IGS Hamm; 0:2 gegen Gym Marienstatt) hätte man schon die Hoffnung verlieren können. Wahrlich, viele Teams hätten wohl selbst nicht mehr an sich geglaubt und die Waffen gestreckt. Aber nicht so die wilden Mädels des EvGBM II ! Angetrieben vom heimischen Publikum entfesselte das Team einen wahren Sturm auf das Tor der RS+ Altenkirchen. Diese verteidigten sich zwar ehrbar, aber allzu oft wurde die Null nur noch von den Pfosten oder reinem Glück der Gegnerinnen gehalten. Als das 1:0 für die Mädchen des EvGBM II schließlich fiel, gab es keinen Jubel; nein, ein martialischer Schrei, aufgestaut über das gesamte Turnier, brach hervor; beantwortet vom Getöse von der Tribüne. Trotz vieler Chancen blieb es beim 1:0 als Endstand. Ein verdienter Sieg und die Ehrenrettung, die den vierten Platz für das Team EvGBM II bedeutete.

Das Evangelische Gymnasium ist stolz auf alle Sportler, die für die Schule angetreten sind und wünscht dem Team EvGBM I viel Erfolg in der nächsten Runde. Außedem bedankt sich die Schulgemeinschaft auch bei Herrn Schmidt, Herrn Horsch und Herrn Schneider für die Zuarbeit zu diesem Artikel und die Betreuung der Teams. Auf zur nächsten Runde!

Stellenausschreibung: Aushilfen in der Haustechnik

Stellenausschreibung: Aushilfen in der Haustechnik

Das Evangelische Gymnasium Bad Marienberg sucht zum nächstmöglichen Termin

zwei Aushilfen in der Haustechnik
(geringfügige Beschäftigung)

als Krankheitsvertretung befristet bis zum 31.08.2019.

Zu den Aufgaben gehören insbesondere:

  • Reinigung und Pflege der Außenanlagen
  • Papier- und Abfallentsorgung
  • Hausmeisterfrühdienst
  • Winterräumdienst
  • Malerarbeiten
  • Veranstaltungen vorbereiten (Stühle stellen, techn. Aufbau)

Ihr Profil:

  • Vielseitiges, handwerkliches Geschick
  • Einwandfreies Führungszeugnis
  • Teamfähigkeit
  • Leistungswillen, Belastbarkeit
  • Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit
  • Flexibilität und Selbstständigkeit

Eine Ausweitung der Stelle ist geplant.

Bewerbungen richten Sie bitte bis zum 21.12.18 an das Evangelische Gymnasium Bad Marienberg gGmbH, Erlenweg 5, 56470 Bad Marienberg oder per E-Mail an schultraeger@ev-gymnasium.de.

Für Rückfragen steht Ihnen Herr Kopp telefonisch zur Verfügung. Tel. 02661/98087-18.

Zwischen zwei Welten – von Delikatessen und (Über-)Lebensmitteln

StudienstufePlus - Modul 01

Zwischen zwei Welten – von Delikatessen und (Über-)Lebensmitteln

Wer wünscht sich das nicht: Hochwertige Zutaten werden von Meisterköchen unter großer Sorgfalt erstklassig zubereitet, zu kulinarischen Köstlichkeiten zusammengefügt und von professionellem Personal in ansprechendem Ambiente serviert. Purer Luxus! Für die 20 Teilnehmer des Projekts „StudienstufePlus” vom Evangelischen Gymnasium Bad Marienberg wurde dieser Traum am Mittwoch, den 28.11. beim einem Businessdinner im Hotel Glockenspitze wahr. Unter der kompetenten Betreuung von Knigge-Expertin Anja Nassen wurde aber nicht nur gehoben diniert, sondern auch die Feinheiten und Tücken einer solchen Einladung vermittelt.

Doch die Realität in der Küche sieht für eine große (und stetig wachsenden) Zahl von Menschen anders aus: Anstelle der Sorge über das richtige Thema für den Smalltalk mit den Chefs steht hier nur allzu oft eine sehr existenzielle Frage: „reicht mein Geld überhaupt, um mich und meine Familie zu ernähren?“ Hier springen die deutschen Tafeln in die Bresche: für lediglich einen symbolischen Obolus bekommen Bedürftige die nötigsten Lebensmittel, die sie sich im Supermarkt wohl nicht mehr leisten könnten. In diese Welt durften die jungen Menschen am Freitag , den 30.11. eintauchen und wichtige Erfahrungen am anderen Ende des sozialen Spektrums machen.

Genau diesen Kontrast jenseits des Tellerrands der Schule sollte das erste Modul der StudienstufePlus den Schülerinnen und Schülern vermitteln: die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland ist groß, um sie zu überwinden müssen Brücken gebaut werden und dieses Brücken beginnen mit dem Bewusstsein für das Problem.

Das Erweitern des Horizonts der Schülerinnen und Schülern ist grundsätzlich der Zweck des neuen Profilprojekts des EvGBM. In Kooperation mit Unternehmen und Firmen wurde von den Projektverantwortlichen (Alexander Breitkreuz, Stefan Buchner, Steffen Hammon, Alexander Lühr und Dirk Weigand) ein Kompetenzkatalog erarbeitet, welcher Fähigkeiten beinhaltet, die beim Start ins Berufsleben wichtig sind, aber leider in der Schule häufig zu kurz kommen. Diese Kompetenzen werden gezielt geschult. Die gesammelten Erfahrungen decken ein weites Feld ab und schließen zum Beispiel auch das Designen und Vermarkten eines eigenen Produkts und die Besuche kultureller Veranstaltungen ein. Am Ende der StudienstufePlus werden aus den Schülerinnen und Schülern, die jetzt noch die Jahrgangsstufe 11 besuchen, echte Kosmopoliten geworden sein, die sich gut vorbereitet jeder Herausforderung des Lebens stellen können.

Den ersten Schritt auf diesem langen Weg nahmen die Teilnehmer am 28.11. beim förmlichen Businessdinner. Der Termin beinhaltete jedoch weit mehr als nur das Genießen des guten Essens. Zunächst wurden die Schülerinnen und Schüler mit dem Veranstaltungsort, dem Sporthotel Glockenspitze in Altenkirchen, vertraut gemacht. Das Hotel besticht mit mehr als nur der Küche: das alltägliche Ambiente eines Hotels wird hier an jeder Stelle durch den Bezug zum Sport aufgebrochen. Ob durch die alten DDR-Sportmatten, die als Sitzpolster in der Lounge dienen, oder die enge Beziehung zur „Sportler ruft Sportler-Stiftung“ (SRS), gewöhnlich sucht man in der Glockenspitze vergeblich. Das besondere Highlight sind die 32 Themenzimmer des Hotels, wo Gäste beispielsweise in einem zum Boxring umgestalteten Bett nächtigen können. Weiter ging es mit der Theorie: Frau Anja Nassen, mit langjähriger Erfahrung im Personalmanagement und in der Personalberatung, brachte den Schülerinnen und Schülern bei auf welche Vielzahl von Feinheiten man beim Businessdinner zu achten hat und welche Fettnäpfchen es zu umschiffen gilt. Langweilig wurde auch dieser Teil des Abends nicht, mit vielen Geschichten aus dem Leben, für des Leben – nicht zuletzt von abenteuerlichen Erlebnissen beim Fischessen – wurde das Seminar aufgelockert und es gab viel zu lachen. Dann endlich durfte das vier-Gänge-Menü verköstigt werden. Und dank der peniblen Vorbereitung brachten auch allen den letzten und wichtigsten Abschnitt des Abends ohne – zumindest ohne allzu große – Fauxpas über die Bühne.

Für den zweiten Abschnitt des ersten Moduls wurde am 30.11. die feine Abendgarderobe gegen alltagstaugliche Kleidung getauscht; denn jetzt musste was geschafft werden. Beim Besuch bei der Bad Marienberger Ausgabestelle der Tafel Westerwald stand klar das Anpacken und Helfen im Vordergrund. Zusammen mit den vorrangig ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen wurden Kisten aus den Transportern abgeladen, Nahrungsmittel sortiert und für die Abgabe an Bedürftige vorbereitet. Zwischen arbeitsreicheren Abschnitten fand Frau Johanna Kunz, hauptamtliche Mitarbeiterin des Diakonischen Werks Westerwald udn zuständig für die Begleitung der Tafel-Ausgabestellen in Hachenburg, Rennerod und Bad Marienberg, die Gelegenheit den Schülerinnen und Schülern das Konzept, die Aufgaben und die Organisation der Tafel näher zu bringen. So war sicherlich vor dem Besuch nicht jedem klar, welcher gewaltige organisatorische Aufwand hinter dem Abholen, Verteilen und Ausgeben von Lebensmittel steckt. Und alles für das höhere Ziel bedürftigen Menschen zu helfen und wenigstens eine Alltagssorge zu nehmen. „Bei uns steht immer der Mensch im Mittelpunkt“ stellt Frau Kunz fest, muss aber die Aufgabe der Tafel klar einschränken: „Vollversorgung ist nicht unser Ziel, […] wir können der Politik nicht die Arbeit abnehmen!“ Damit hat sie natürlich Recht; die Ursachen und Auswirkungen von Armut sind weit tiefer verwurzelt, als dass die Probleme durch die aufopferungsvolle Arbeit von 450 zumeist ehrenamtlichen Mitarbeitern aus dem Westerwaldkreis gelöst werden könnten.

Neben der Unterstützung bedürftiger Menschen geht es der Tafel aber auch um die Bewahrung guter Lebensmittel vor der Vernichtung. Die Nahrungsmittel bekommen sozusagen ihre „zweite Chance“, was dazu führt, dass der größte Teil der Spenden auch verteilt werden kann. So kann durch clevere Organisation und große Leidenschaft viel Lebensmittelverschwendung vermieden werden.

Nach getaner Arbeit begaben sich die Schülerinnen und Schüler auf den Fußweg zurück zum Evangelischen Gymnasium; das Erlebte hing ihnen aber noch nach und sie überlegten auch über die abschließende Frage: „Würden sie als bedürftige Person die Hilfe der Tafel in Anspruch nehmen?“ Während viele feststellten, dass die Einrichtung „schon Sinn macht“ und sich auch für sich selbst vorstellen konnten die Hilfe zu nutzen, kamen andere zu einem klaren „Nein!“ als Antwort. Der psychologische Effekt sich selbst die Bedürftigkeit einzugestehen wiegt vielen schwer auf der Seele und verursacht Hemmungen. Diesen Effekt beobachtet man auch bei der Tafel: Während die Kunden insgesamt die bunte Mischung des Gesellschaft abbilden, ist es doch nur ein Bruchteil der Bedürftigen in der Region. Für die Teilnehmer der StudienstufePlus war der Besuch in jedem Fall wertvoll. Eine Schülerin brachte ihre Erfahrung auf den Punkt und fasste zusammen, dass „man jeden Menschen mit Respekt behandeln muss.“

Für die Teilnehmer der StudienstufePlus ist mit dem Abschluss des ersten Moduls der Einstieg in das neue Projekt erfolgreich absolviert und mit Spannung darf das zweite Modul erwartet werden.

Die Schulleitung des EvGBM und die Teilnehmer des Projekts bedanken sich an dieser Stelle ganz herzlich bei Herrn Josua Asbach und dem gesamten Team des Sporthotels Glockenspitze, bei Frau Anja Nassen für das professionelle Coaching und bei Frau Johanna Kunz und allen Mitarbeiter_innen der Tafel Westerwald.