Ein Besuch zwischen Hochfinanz und Erinnerungskultur

Ein Besuch zwischen Hochfinanz und Erinnerungskultur

Die „Null-Zins-Politik“ der EZB ist in aller Munde. Der Sozialkunde Leistungskurs der MSS 12 des Evangelischen Gymnasiums machte sich daher auf den Weg nach Frankfurt, um vor Ort beim Hauptsitz der Europäischen Zentralbank mehr darüber zu erfahren.  Nach einem kurzen einleitenden Vortrag, bei dem die Aufgaben sowie die Entscheidungsprozesse der EZB erläutert wurden, ging es für die Schülerinnen und Schüler auf eigenständige Erkundungstour im Besucherzentrum. In einem 360-Grad-Kino konnte unter anderem der Ablauf einer Sitzung des Präsidiums nachvollzogen werden. Hierbei wurde auch deutlich, wie komplex das Thema Geldpolitik und die entsprechende Entscheidungsfindung ist.

Zu einer zufälligen Begegnung kam es in der EZB zudem: Den zweiten Teil der Besuchergruppe bildeten zwei Politik/Wirtschaft-Kurse des Laubach-Kollegs unter der Leitung von Frau Psarros. Das Laubach-Kolleg ist die Partnerschule des Evangelischen Gymnasium und ebenfalls in Trägerschaft der EKHN – so klein ist manchmal die Welt.

Beim abschließenden Quiz zeigten alle Schülerinnen und Schüler, dass sie sich hervorragend im Bereich der europäischen Geldpolitik auskennen. Einige Bad Marienberger Schüler konnten von der EZB sogar mit kleinen Preisen ausgezeichnet werden.

Auf dem Gelände der EZB, der ehemaligen Frankfurter Großmarkthalle, befindet sich zudem eine Erinnerungsstätte des Jüdischen Museums. Am Anschluss an den Besuch in der Zentralbank versuchten die Schüler diesen Spagat zwischen Moderne und Erinnerung zu schaffen. Ein eindrücklicher Vortrag sowie eine Führung durch die Kellergewölbe, in denen zur NS-Zeit Menschen zur Deportation eingesperrt und vorbereitet wurden, zeigte der Gruppe eine vollkommen andere Sichtweise auf.

So endete der Besuch mit vielen neuen Informationen zur EZB und bleibenden Eindrücken zu einem dunklen Thema der deutschen Geschichte.

Schüleraustausch mit Frankreich

zum ersten Mal auch für die 8. Klasse

Schüleraustausch mit Frankreich

Heute morgen (18. November 2019) begrüßten wir die lange erwarteten jungen Franzosen (drei Mädchen und einen Junge) in unserer Schule, die als unsere Gäste zwei Wochen bleiben werden.

Es handelt sich um einen Gegenbesuch im Rahmen des jährlich stattfindenden „Romain-Romain-Austauschprogrammes“ zwischen dem Bundesland Rheinland-Pfalz und dessen Partnerregion Burgund.

Die  Schülerinnen und Schüler sind zu Gast bei ihren Partnerfamilien und besuchen den Unterricht unserer Schule. Sie lernen so den Alltag einer deutschen Familie kennen.

Die deutsche Partnerschülerinnen und -Schüler aus den Klassen 8a und 8b habe bereits in diesem Schuljahr ihre Austauschpartner- und Partnerinnen in  Burgund einen Besuch abgestattet und dort die Schule besucht.

Wir wünschen unsere Gästen einen erlebnisreichen Aufenthalt!

Bild des Monats November

Bild des Monats November

Das Bild des Monats November stammt von Patrick aus der Klasse 9b, die im Unterricht bei Frau Haufe die Maltechniken van Goghs erprobt haben.

Offene Türen, volle Räume

Tag der offenen Tür 2019

Offene Türen, volle Räume

Samstag und Schule? Ist das nicht längst Vergangenheit? Im Prinzip ja, aber einmal im Jahr ist der Tag der offenen Tür. Das Evangelische Gymnasium öffnete seine Türen und ermöglichte Eltern, Großeltern und Freunden, aber auch zukünftigen Schülerinnen und Schülern vielfältige Einblicke in den Unterrichtsalltag.

Der Tag begann mit einer Andacht in der Mensa, wo dann auch diverse Angebote aus Ganztagsschule und Fachbereichen sich mit Plakaten oder Ständen präsentierten. Danach begann der Unterricht nach Freitagsplan, ergänzt um AGs der Jahrgangsstufen 5 und 6. Ein Rahmenprogramm mit viel Musik und die Mittagsverpflegung durch das Team um Küchenchef Mario Mohr sorgte auch zwischendurch für guten Mensabesuch.

Das Foyer war der „Informationshub“ mit der Möglichkeit, mit Schulleitung, Schulelternbeirat und Förderverein ins Gespräch zu kommen, aber auch, sich im SV-Café und am Crêpe-Stand der Fachschaft Französisch zu verköstigen. Von da aus führte der Weg in die Klassen- und Fachräume zum Blick in den Unterricht. Stark besucht war insbesondere der Unterricht der Klassen 5, 7 und 11. Nicht zu vergessen: Nicht nur der Start an der weiterführenden Schule, auch der Wechsel von der Realschule zum Gymnasium ist nach der Orientierungsstufe oder der Klasse 10 eine Option.

Auch in diesem Jahr verkaufte die SV wieder Popcorn zugunsten des in Südafrika angesiedelten Hilfsprojekts „Utho Ngathi“, dabei wurden die interessierten Gäste auch über die Ziele und Möglichkeiten der Organisation informiert.

Der Schulhof bot die Möglichkeit, ein GoKart der Junior-Ingenieurakademie zu testen oder die Fahrradfähigkeiten der AG „Schule in Bewegung“ zu begutachten. Die Hüpfburg für die jüngeren Besucher war trotz niedriger Temperaturen gut besucht. Das Alternativprogramm für die jüngsten Besucher fand sich im Spiel- und Bastelangebot im Raum der Stille.

Am Ende des Tages konnten die Organisatoren, Schülerinnen und Schüler und Besucher diesen Tag als Erfolg verbuchen.

 

Studienstufe+ besucht die Bundesbank

Studienstufe+ besucht die Bundesbank

Am Morgen des 30. Oktobers haben wir uns auf den Weg zu unserer Landeshauptstadt Mainz gemacht, um dort der Filiale der Deutschen Bundesbank einen Besuch abzustatten.
Wir wurden herzlich empfangen und anfangs wurden uns die verschiedenen Aufgaben der Bundesbank erklärt, wie die Bankenaufsicht oder die Sicherung der Wege bei Überweisungen.
Danach sprachen wir über Leistungsbilanzen und spielerisch wurde uns das Prinzip hinter diesen erläutert. Wir sahen uns einen internationalen Vergleich an und erfuhren, dass Deutschland der Überschussweltmeister in dieser Leistungsbilanz ist. Herr Schiff erklärte uns dann noch, welche Konsequenzen dies hat und zeigte uns eine Tabelle, die darstellte, wie dieser Überschuss berechnet wurde und wie komplex dieser ganze Prozess ist.
Eine kleine Pause später sprachen wir über die aktuellen Geschehnisse innerhalb des Brexits und wieso eine Entscheidungsfindung so schwierig ist und welche potenziellen Folgen der Austritt für die EU hat und wie sich Firmen in Großbritannien schon wappnen.
Dann kamen wir zurück zum Thema Leistungsbilanz und um das Problem dieses Überschusses für andere Länder aufzuzeigen, wurden Aussagen von Trump und Macron zitiert, welche diesen Überschuss kritisch sehen. Damit wurde für uns auch noch einmal klar, wie Handelskonflikte entstehen können.
Zuletzt wurde uns von einem Studenten das duale Studium für Zentralbanking am Standort Hachenburg und welche Vorteile und Möglichkeiten dieses im Vergleich zu anderen Studiengängen bietet.
Abgeschlossen wurde unser Besuch durch ein Mittagessen in der Kantine, in der wir noch einmal das eben gehörte besprechen konnten.
Wir verabschiedeten uns und traten die Heimreise an, mit dem Wissen, dass wir jetzt wirtschaftliche Vorgänge und aktuelle Konflikte besser verstehen können.
Celine Köppen

Ein Teil der Welt zu Gast bei Freunden

Sportbetonter Deutsch-Polnischer Schüleraustausch des Kopernikus-Gymnasium und des EvGBM

Ein Teil der Welt zu Gast bei Freunden

Was ist der große Völkerverbinder? Politik? Leider nicht. Das Internet? Zu langsam. Sport? Jetzt kommen wir der Sache näher!

Die Begeisterung für die gemeinsame Sache; das Ziel, dass man zusammen verfolgt; die Erfolge die man miteinander feiert: so werden Hindernisse überwunden und Freundschaften geschaffen, die Grenzen überwinden.

Genau diese Idee liegt dem sportbetonten Austauschprogramm zweier polnischer Schulen aus Oppeln, dem Kopernikus-Gymnasium Wissen und unserer Schule zugrunde. Seit 2014 findet alle zwei Jahre der Austausch mit der Beteiligung des EvGBM statt und gibt insgesamt 64 Schülerinnen und Schülern der 7. und 8. Jahrgangsstufen die Gelegenheit zu dieser einzigartigen Erfahrung.

Die erste Phase dieses besonderen Austausches, der Besuch der polnischen Gäste in Deutschland, fand vom 21.10. bis zum 24.10.2019 statt. Wie bei einem sportbetonten Austausch zu erwarten, begann das Programm (natürlich nach einer förmlichen Begrüßung in Bad Marienberg) mit viel Sport und Bewegung bei erlebnisorientierten Kennenlernspielen unter der fachmännischen Anleitung von Tobias Ohmann.

Das sportliche Programm wurde am Dienstag in Wissen fortgesetzt, wo (nach einer offiziellen Begrüßung durch Vertreter der ADD und den Bürgermeister von Wissen) alternative Sportarten ausgetestet wurden. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich in durchmischten Teams bei exotischen Sportarten wie Tamburello und Ultimate Frisbee miteinander messen.

Das Programm wurde Donnerstags und Freitags mit Sightseeing in unserer schönen Region abgerundet: Die Schülerinnen und Schüler bestaunten den größten Kaltwassergeysir der Welt (!) mit seiner 60m hohen Wasserfontäne bei Andernach, besichtigten die beeindruckende Festung Ehrenbreitstein in Koblenz und kletterten mutig durch den Hochseilgarten in Bad Marienberg.

Wer nun aber glaubt, dass so ein durch-getaktetes Programm die jungen Menschen auspowern würde, der irrt sich gewaltig, denn auch Abends ging es immer sportlich in der „offenen Turnhalle“ zugange, wo alle mit allen ungezwungen spielen konnten.

Nach dem großen Abschlussturnier im Tischtennis am Freitag und dem gemeinsamen Grillen musste dann aber doch Abschied genommen werden. Für die Schülerinnen und Schüler heißt es nun zunächst in den Schulalltag zurückzukehren, bevor im Mai der Besuch der deutschen Kinder im frühsommerlichen Oppeln ansteht.

Die Schulgemeinschaft dankt Frau Blum und Herrn Schmidt für die Durchführung und Planung des Austauschs und den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern für ihren Einsatz zur Völkerverständigung.

Vorverkauf für William Wahl gestartet

Vorverkauf für William Wahl gestartet

Im Rahmen unserer neuen Veranstaltungsreihe „Kulturforum EvGBM“ ist es uns gelungen, William Wahl mit seinem Programm „Wahlgesänge“ nach Bad Marienberg zu holen.

Sie haben den Wahl. Und zwar ganz für sich: Denn William Wahl betritt nun auch alleine die Bühne. Endlich! Bestens bekannt aus der a-cappella-Formation basta schüttet er uns sein komödiantisches wie melancholisches, sein heiteres wie so richtig sarkastisches Herz alleine aus. Wahlgesänge sind Klavierkabarett ohne Staub, Lieblings-Songs für Lebenslieber, Romantik für Realisten.

Mit feinen Humor und musikalischem Vergnügen begleitet uns Wahl durch die großen und kleinen Themen des Lebens. Unterhaltsam und leichtfüßig, aber nie leichtgewichtig erzählt er uns vom geplanten Draufgänger-Urlaub in Flagranti und von Tarzans tragikomischem Ende im Dschungelcamp. In einer hinreißenden Musicalnummer singt er davon, dass das Leben kein Musical ist, verlegt Joshua Kadisons Schmachtfetzen ,,Picture Postcards from L.A.“ kurzerhand in die Brandenburgische Provinz und singt natürlich von der Liebe – der echten und der vergangenen.

Seine Stimme, ob gesungen oder gesprochen, begleitet uns mit seinem feinen Humor der kleinen Seitenhiebe bestens durch die Widersprüche des Lebens, gibt uns Leichtigkeit, auch wenn wir schlucken müssen, verleiht den bissigen Ton, wenn es uns alles einfach ein bisschen zu einfach durchgeht.

Dass das hier alles musikalisch virtuos und textlich brillant über die Bühne geht, ist übrigens Ehren- und fast schon Nebensache, jedenfalls für William Wahl. Und den mag man am Ende gar nicht mehr von der Bühne lassen.

Der Vorverkauf startet ab sofort über das Sekretariat der Schule oder per E-Mail unter vvk@evgbm.net

Der Eintritt beträgt 10,-€, Schüler und Studierende zahlen 5,-€.

Wir empfehlen die Karten im Vorverkauf zu erwerben, da eine Abendkasse nicht garantiert werden kann.

 

Was ist eine Bücherei?

Was ist eine Bücherei?

Die Antwort auf diese Frage erhielt die Klasse 6b beim Besuch der Stadtbücherei Bad Marienberg.

Eine der dort beschäftigten Damen, die Bibliothekarin Frau Regner, erwartete uns schon, um uns in die Geheimnisse dieses wunderbaren Ortes einzuweihen. Nach einer kurzen Einführung, interessanten Informationen über Michael Endes Märchen-Roman „Momo“ (da hierzu in Kürze eine Lesung besucht wird) und einer aktuellen Buchvorstellung erkundete die Klasse in einer Rallye die Bücherei.

Wir erfuhren u.a., wer wie lange Bücher ausleihen kann (jeder, der einen Büchereiausweis besitzt!), dass die Ausleihe kostenlos ist, wo sich die Regale mit Büchern für Kinder und Jugendliche befinden und dass es für Eltern/erwachsene Leser einen gemütlichen Raum mit literarischen Kostbarkeiten, kleinen Tischen und Sitzgelegenheiten sowie einer Kaffeemaschine gibt. Dort können sie, wenn sie auf ihre Kinder warten müssen, weil die Entscheidung, welches Buch gelesen werden soll, angesichts der großen Auswahl (über 10000 Titel), dauert, entspannt in angenehmer Atmosphäre die Wartezeit verbringen.

Nachdem alle noch in den vielen Regalen nach Büchern geschaut hatten, mussten wir schon wieder zurück zur Schule. Und alle Schülerinnen und Schüler, die noch nach einem geeigneten Titel für den Vorlesewettbewerb suchen, wissen nun, wo sie neben der Schulbibliothek noch nach spannenden Büchern suchen können.

SCB

Das Gedächtnis entschlüsselt

Gregor Staub am EvGBM

Das Gedächtnis entschlüsselt

Wer kennt das nicht? Man stellt sich in einer Runde Menschen zehn Personen vor und kennt nach wenigen Minuten keinen der Namen mehr. Man geht zum Einkaufen und hat nachher alles dabei außer das, was man braucht. Oder: Man büffelt tagelang für die kommende Klassenarbeit und hätte, sobald man die Aufgaben sieht, genauso gut das Telefonbuch studieren können. Informationen die man sicher im Gehirn gespeichert dachte sind plötzlich scheinbar weg…

Was sind die Tricks der Gedächtniskünstler? Wie kann ich mir π endlich bis zur 100sten Nachkommastelle merken?

Dem Laien kommt das menschliche Gedächtnis manchmal mysteriös vor; aber nicht so dem renommierten Gedächtnistrainer Gregor Staub. Seit über 30 Jahren beschäftigt er sich mit Techniken, um aus dem Potential des Gedächtnis das Maximum herauszuholen. Am Freitag, den 25.10.2019 kam er an unsere Schule um in insgesamt 4(!) Veranstaltungen der Schülerschaft, der Lehrerschaft und den Eltern viele Tricks und Kniffe aus seinem Trainingsprogramm zu präsentieren.

So demonstrierte er durch anschauliche Beispiele, wie das Zählen auf Thailändisch oder das Lernen aller Staaten Nord- und Südamerikas, wie schnell effizientes Gedächtnistraining zu Erfolgen beim Auswendiglernen führen kann. Das Interessante: Auswendiglernen kann plötzlich sogar Spaß machen.

Das Lernen in der Schule, und besonders am EvGBM, ist aber freilich mehr als nur stumpfes Auswendiglernen und abspeichern von „Datensätzen“; ein gutes Gedächtnis ist aber sicherlich kein Hindernis beim Verstehen, Anwenden, Hinterfragen und Bewerten von Sachverhalten.

Neben seinem Trainingsprogramm für das Gedächtnis stellte Gregor Staub auch noch sein Training zu den diversen Rechentricks der vedischen Mathematik vor.

Für Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und die Eltern und Gäste waren die Veranstaltungen kostenlos, Interessierte konnten jedoch die Zugangscodes zu der Videodatenbank Staubs zur Fortsetzung ihres Gedächtnistrainings käuflich erwerben.