Abitur bestanden, Fiesta verdient

Abitur bestanden, Fiesta verdient


Abiturjahrgang 2026 des EvGBM wird verabschiedet

Monatelang hatten sie sich vorbereitet, im Januar wurde in den schriftlichen Prüfungen geschwitzt, im März folgten die mündlichen Prüfungen und alles nur für diesen Tag: am 27.03.2026 durften die 63 Abiturientinnen und Abiturienten endlich ihre heiß begehrten Abschlusszeugnisse in Händen halten.

Die Verabschiedung des Abiturjahrgangs begann um 14:00 Uhr in der evangelischen Kirche von Bad Marienberg. Schulpfarrerin Anja Steinke und Pfarrer Peter Wagner erwarteten die Absolventinnen und Absolventen, die sich mit ihren Familien, zahlreichen Lehrerinnen und Lehrern, Mitgliedern der Schulleitung und der Leitung des Dekanats (Axel Wegenroth) und des Referats Schule und Religionsunterricht der EKHN (Oberkirchenrat Stefan Knöll) einfanden.

In ihrer Predigt griff Anja Steinke die diversen Emotionen und Assoziationen auf, die für die jungen Erwachsenen nun mit dem bestandenen Abitur einhergehen: Aufbruch und Aufregung, aber möglicherweise auch Angst und Ungewissheit. Anja Steinke erinnerte mit der biblischen Geschichte von Abraham daran, wie jener von Gott in eine unbekannte Zukunft geschickt wurde und doch zu allen Zeiten auf Gottes Führung vertrauen konnte.

So wie Abraham in grauer Vorzeit Hoffnung gegeben wurde und ihm der Weg gewiesen wurde, so wurde im Gottesdienst den Abiturientinnen und Abiturienten – symbolisch durch das Entzünden einer Kerze – ein Licht der Hoffnung und der Zuversicht mitgegeben.

Unterstützt wurde der Abiturgottesdienst durch Oliver Thinius (Orgel), durch einen musikalischen Auftritt von Felizitas Hamm (begleitet durch Florian Wind-Giesewetter am Keyboard) und den Stufenchor (begleitet durch Dorothea Kempf an der Geige und Florian Wind-Giesewetter am Keyboard).

Nach einer kurzen Stärkung mit Kaffee und Kuchen im Foyer des Forums der Verbandsgemeinde Bad Marienberg ging es um 16:00 Uhr mit der akademischen Feier und der Verleihung der Abiturzeugnisse weiter.

Begrüßt wurden die Absolventinnen und Absolventen der Reifeprüfung und alle Gäste von Schulleiter Dirk Weigand – Oberstufenleiter Stefan Buchner fiel krankheitsbedingt aus. In seiner Ansprache lobte Dirk Weigand die durchaus vorzeigbaren Ergebnisse des Jahrgangs – circa 25 % der Abiturzeugnisse haben einen Notendurchschnitt von 1.0-1.9, mehr als die Hälfte haben einen Notendurchschnitt von 2.5 oder besser und den Spitzenschnitt von 1.0 erreichten gleich zwei Abiturientinnen. Insgesamt wurde ein Abiturdurchschnitt von 2.41 erreicht. Danach warf der Schulleiter einen genaueren Blick auf das Motto des Abiturjahrgangs „Abidos Amigos – 13 Jahre Siesta, jetzt gibts Fiesta“: Während das bestandene Abitur natürlich ein Grund zum Feiern ist, hinterfragte Dirk Weigand doch, ob diese Einstellung – in einer „Gegenwart, die von Herausforderungen und Unsicherheiten, Chaos und Krieg“ geprägt ist – nicht etwas naiv sei. Der Schulleiter appellierte dafür, dass das Motto viel mehr als Trotz verstanden werden sollte. Ein selbstbewusstes Statement gegen Hoffnungslosigkeit.

Dirk Weigand blickte in diesem Zusammenhang auf die Geschichte der BRD zurück und wies nach, dass die Gegenwart tatsächlich nicht viel gefährlicher ist als vergangene herausfordernde Zeiten. Um auch die vor uns – und den Absolventinnen und Absolventen – liegenden Schwierigkeiten zu meistern, gab Weigand den jungen Erwachsenen drei Grundsätze mit auf den Weg: das Vertrauen in die eigenen Werte und Fähigkeiten, Respekt für die Umwelt und die Mitmenschen und das Übernehmen von Verantwortung, für sich selbst und für andere. Mit einem Zitat von Barack Obama ermutigte Weigand die Abiturientinnen und Abiturienten dazu, anzupacken und die Zukunft zu gestalten.

Vertretende des Abiturjahrgangs (Katharina Steinebach und Janne Kaiser) richteten sich als Nächstes an ihre Gäste. Katharina Steinebach blickte auf den Weg zurück, der sie alle bis zu diesem Punkt gebracht hatte, und verglich das erfolgreiche Ergebnis – das Abitur – mit einem Mosaik, welches aus vielen kleinen Bausteinen zusammengesetzt wurde, die den Weg prägten. Sie rief ihren Jahrgang dazu auf, „Mut [zu haben] Träume zu leben“. Janne Kaiser nutzte seine Ansprache für Dank, nicht nur an die Schule, sondern (ganz besonders) an die Eltern. „Es war eine Ehre, mit euch erwachsen zu werden“, rief er dem voll besetzten Forum entgegen.

Der Rede der Abiturientinnen und Abiturienten schlossen sich die Grußworte der Vertreter aus Kirche, Politik und der Schule an. Oberkirchenrat Stefan Knöll sprach für den Schulträger, Dekan Axel Wengenroth repräsentierte das evangelische Dekanat Westerwald, für die Verbandsgemeinde sprach Verbandsgemeindebürgermeister Marvin Kraus, Susann Usinger wandte sich im Namen des Schulelternbeirats an die Abiturientinnen und Abiturienten, Thomas Bender vertrat den Förderverein und Maximilian Roth und Matti Salzer richteten das Wort im Namen der Schülervertretung an die Festgemeinde.

Oberkirchenrat Stefan Knöll betonte die wichtige Rolle des EvGBM in der kirchlichen Arbeit am Menschen, in der nicht nur Bildung, sondern auch Haltung vermittelt werden. Er erinnerte auch daran, dass Worte heutzutage allzu oft als Waffe gegen die Mitmenschen eingesetzt werden und plädierte dafür, Worte mehr zur Stärkung und zum Bauen von Brücken einzusetzen. Dekan Axel Wengenroth warnte eindringlich vor Extremismus und stellte fest, dass die Bundesrepublik Deutschland nicht weltanschaulich neutral sei, sondern auf freiheitlich-demokratischen Grundwerten fußt, die unverhandelbar sind. Er ermahnte, dass es keine Toleranz für Intoleranz geben dürfe, und ermutigte die Abiturientinnen und Abiturienten zu Zuversicht trotz herausfordernder Zeiten. Verbandsgemeindebürgermeister Marvin Kraus betonte die Wichtigkeit des EvGBM für die Region des Hohen Westerwalds, wünschte den Absolventinnen und Absolventen alles Gute für den neuen Lebensabschnitt und erinnerte daran, dass ihre Heimat sie nach Studium und Ausbildung in der Ferne auch immer gerne zurück begrüßen wird. Susann Usinger betonte, wie wichtig die – nun geschaffte Etappe – auf dem Lebensweg sei und gab den jungen Erwachsenen mit, dass sie ihr Vertrauen in sich selbst, ihre Zuversicht und ihre Offenheit bewahren sollen. Thomas Bender erinnerte daran, dass die Welt nicht so schlecht ist, „wie Hetze sie scheinen lässt“, und machte Hoffnung auf die Zukunft, in der die Abiturientinnen und Abiturienten „etwas ändern können“.

Maximilian Roth und Matti Salzer stellten fest, dass der Stufe die Schule nie egal war, und sie bedankten sich ausdrücklich für das große Engagement – besonders von Abiturientin Emma Lucke – in der Schülervertretung. „Glaubt an eure Träume“, gaben die beiden Schüler der MSS 12 ihren Freunden und Kommilitoninnen und Kommilitonen mit auf den Weg.

Letztendlich blieb den anwesenden Mitgliedern der Schulleitung (Dirk Weigand, Alexander Lühr und Moritz Zöller) noch die Ehre, den erfolgreichen Abiturientinnen und Abiturienten ihre Zeugnisse auszuhändigen, bevor die Ehrungen für besondere Verdienste verliehen wurden.

Folgende Ehrungen durften ausgehändigt werden:

Für das Engagement im Schulsanitätsdienst wurden Jasmin Marchels, Samuel Weber, Emma Lucke, Lea Marie Treptow, Lenja Malu Groß, Nelly Fischer und Elodie Rückert mit einem Buchpreis und einem Präsent prämiert. Lenja Malu Groß erhielt darüber hinaus die Preise für herausragende Leistungen in den Fächern Deutsch und Geschichte vom Verein für Deutsche Sprache und vom Philologenverband. Emma Marie Lucke wurde zusätzlich im Fach Sozialkunde geehrt und wurde mit dem Sonderpreis der Schülervertretung und dem Preis für vorbildliche Haltung und beispielhaften Einsatz in der Schule (vom Bildungsminister des Landes) geehrt. Neo Johnny Winter erhielt die Preise für herausragende Leistungen in den Fächern Informatik und Physik (mit Luis Uwe Halm). Im Fach Musik wurde Felizitas Hamm prämiert. Weitere Preise erhielten Marc Joel Wehmeier (Französisch), Clara Marie Ecker (Biologie), Oleksandra Demianenko (Chemie), Hannah Hundt (Religion) und Soraya Flick (beste Leistungen im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich). Adrian Krebs erhielt mit Nele Böer den Preis für herausragende Leistungen in Mathematik. Nele Böer wurde darüber hinaus für ihre Leistungen in Philosophie mit einem Buchpreis geehrt und erhielt einen Buchgutschein als Preis für die Jahrgangsbeste.

Der Schulgemeinschaft bleibt nun nur noch, dem Abiturjahrgang 2026 alles Gute auf dem weiteren Weg zu wünschen und sich bei allen zu bedanken, die bei der Verabschiedung mitgewirkt haben. Die Schulgemeinschaft bedankt sich ausdrücklich bei der Verbandsgemeinde für die Nutzung des Forums der Verbandsgemeinde, dem Team der Haustechnik um Christoph Kopp, dem Technikteam (verantwortlich für Licht und Ton) um Patrick Pieritz, den Mitarbeiterinnen des Sekretariats (Angelika Fischer-Munsch und Kerstin Pfeiffer), Dorothea Kempf und Florian Wind-Giesewetter für den musikalischen Rahmen und Moritz Zöller, der sich für die Organisation der akademischen Feier verantwortlich zeichnet.

Das Evangelische Gymnasium Bad Marienberg gratuliert seinen erfolgreichen Abiturientinnen und Abiturienten:

Marie Adam, Friedewald; Fabian Lutz Bär, Hellenhahn-Schellenberg; Noah Ralf Becker, Neunkirchen; Rinesa Bekteshi, Bad Marienberg (Zinhain); Joshua Noel Berth, Hof; Nele Böer, Bad Marienberg (Langenbach); Henri Borostowski, Bad Marienberg; Philipp Borsbach, Rennerod (Emmerichenhain); Jonas Braun, Friedewald; Jana Sophie Brüning, Nisterberg; Oleksandra Demianenko, Altenkirchen; Luna Denker, Nisterau; Lorena-Chanel Di Cagno, Kirburg; Clara Marie Ecker, Hachenburg; Lisa, Fischer, Bad Marienberg (Zinhain); Nelly Fischer, Lautzenbrücken; Soraya Marie Flick, Homberg; Ole Friedrich, Pottum; Feli Christine Gateau, Hof; Lenja Malu Groß, Lochum; Giuseppe Guzzo, Hachenburg; Luis Uwe Halm, Elsoff (Westerwald); Jule Halmer, Fehl-Ritzhausen; Felizitas Hamm, Hof; Liam Robin Heidrich, Dreisbach; Hannah Sophie Hundt, Weitefeld; Lene Josephine Jacob, Langenhahn; Janne Linus Kaiser, Hellenhahn-Schellenberg; Lilly Klöckner, Kirburg; Sarah Nadine Natalie Krause, Großseifen; Adrian Mario Krebs, Rennerod; Alena Krisch, Hellenhahn-Schellenberg; Emely Lammert, Bad Marienberg (Eichenstruth); Emma Marie Lucke, Lautzenbrücken; Alexander Samuel Louis Maier, Höhn; Maxim Makarov, Höhn; Jasmin Marchels, Dreisbach; Alessio Georgios Navrozidis, Großseifen; Sina Minou Pinkel, Westernohe; Carla Lucia Plaza Mateos, Hachenburg; Tjark Reichart, Westernohe; Maximilian Riemer, Rennerod; Elodie Rückert, Nistertal; Emily Salamé, Bad Marienberg; Miria Luise Schmidt, Bad Marienberg (Zinhain); Theo Schönberger, Westernohe; Elisabeth Letizia Schütz, Bad Marienberg (Langenbach); Joana Serrano Alves Sobral, Bad Marienberg; Alexander Simon, Unnau; Melina Smakaj, Bad Marienberg (Zinhain); Pia Marie Stein, Weitefeld; Katharina Steinebach, Hellenhahn-Schellenberg; Sara Stosch, Oberroßbach; Etienne Noël Henri Strouwen, Pottum; Lea Marie Treptow, Bad Marienberg; Jule Vaupel, Unnau (Stangenrod); Jonas Karl Wayand, Elsoff (Westerwald); Samuel Weber, Nistertal; Marc Joel Wehmeier, Hellenhahn-Schellenberg; Amelie Wehr, Liebenscheid (Weißenberg); Kim Mara Wengenroth, Kirburg; Neo Johnny Winter, Rennerod; Max Joel Wittemann, Norken.