Segensreiche 20 Jahre

„Wurzeln in der Tradition, Flügel für die Zukunft.“ Festakt zum 20-jährigen Jubiläum des EvGBM
„Dies ist der Tag, den der Herr macht. Lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein!“ Mit diesem Psalmwort begann der Festgottesdienst zum 20-jährigen Schuljubiläum in der ev. Kirche Bad Marienberg. Schulpfarrerin Anja Steinke und Pfarrer Peter Wagner führten die Gottesdienstbesucher aus Schule, Kirche und Politik durch die Liturgie des Gottesdienstes unter dem Jubiläumsmotto: „Wurzeln in der Tradition – Flügel für die Zukunft“: Psalm 1 und Jesu Gleichnis vom Hausbau nahmen diesen Gedanken auf, ebenso wie die Festpredigt von Frau Pröpstin S. Bertram-Schäfer, die ihn mit dem Bild eines Baumes veranschaulichte, welcher ebenfalls seine Wurzeln als sicheres Fundament für das Wachstum nach oben, in die Freiheit, braucht. Nur das starke Wurzelwerk, die Tradition des EvGBM, ermöglicht den Schülerinnen und Schüler ihr Potenzial zu entfalten und in ein vielversprechende Zukunft zu starten. Schülersprecherin Emma Lucke und Schülersprecher Matti Salzer und Simon Böer lasen eine Auswahl aus den zahlreichen Fürbitten, welche von Schülerinnen und Schülern aus den verschiedensten Jahrgangsstufen im Religionsunterricht geschrieben und gesammelt wurden, vor.
Der Schulchor und die Band (unter Leitung von Dorothea Kempf und Florian Wind-Giesewetter) begeisterten die Festgemeinde mit den Stücken „The Prayer“, „Gratitude“ und „Love is Love“. Oliver Thinius begleitete den Gottesdienst gekonnt an der Orgel. Wir danken für die Kollekte in Höhe von 333,25 €, mit der das Hilfsprojekt Utho Nghati unterstützt und Jugendlichen in Afrika eine bessere Zukunft ermöglicht werden kann. Fröhlich und festlich eingestimmt und unter Gottes Segen gestellt konnten sich alle auf den Weg zum zweiten Teil des Festtages in die Mensa des EvGBM begeben.
Dort erinnerte zunächst Kirchenrat Sönke Krützfeld an die Gründung der Schule vor 20 Jahren und an die Werte, auf dem das ev. Gymnasium Bad Marienberg seither ruht: Einen Lernort zu schaffen, an dem man nicht nur Wissen vermittelt wird, sondern man sich auch wohlfühlt. Krützfeld lobte in diesem Zusammenhang auch die Entscheidung des Bildungsministers Sven Teuber, unangekündigte Leistungsüberprüfungen zu verbieten, denn – so Krützfeld – „Druck lässt keine Diamanten entstehen, sondern Menschen zerbrechen.“
Landtagspräsident Hendrik Hering schloss sich als Redner an und blickte auf die „segensreiche Entscheidung“ zurück, die vor 20 Jahren die Gründung des EvGBM ermöglichte, die Schullandschaft im Westerwald maßgeblich bereichert hat und den Schülerinnen und Schülern der Region seitdem große Chancen ermöglicht. Hering lobte vor allem die wertebasierte Bildung am EvGBM, welche die Schule allzu oft zum Vorbild für die Schulen des Landes macht und einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer freitheitlich-demokratischen Grundordnung liefert.
Leitender Gymnasialdirektor Bernhard Meffert (Schulleiter des Raiffeisen-Campus Dernbach) brachte Salz und Licht als Geschenke zum Jubiläum mit und erinnerte damit an Matthäus 5 (13-16), „Ihr seid das Salz der Erde. […] Ihr seid das Licht der Welt“. In seiner Rede erörterte er die symbolische Bedeutung des Salzes und des Lichts für die nachhaltige Bildung am evangelischen Gymnasium und zeigte sich überzeugt, dass das „Licht weiter leuchten“ wird.
Auch die Schulgremien des Fördervereins (vertreten durch Thomas Bender), des Schulelternbeirates (Susann Usinger), der Mitarbeitervertretung (Sandra Mieczkowski) und der Schülervertretung (Emma Lucke und Matti Salzer) blickten auf 20 ereignisreiche Jahre zurück. Bender betonte die aktive Mitgestaltung und Unterstützung, die der Förderverein mit voller Begeisterung und viel Engagement in der Vergangenheit leistete und auch in der Zukunft leisten möchte. Usinger blickte auf den Wandel der letzten zwei Jahrzehnte und die Kontinuität der Werte am EvGBM, während Mieczkowski an die Mitarbeitenden erinnerte, die mit ihrer Arbeit das starke Fundament der Schule darstellen und den Grundstein für 20 erfolgreiche Jahre bilden.
Als letzter Redner ergriff Schulleiter Dirk Weigand das Mikrofon und ließ die wichtigsten Etappen seit der Gründung der Schule 2005 Revue passieren: Da stand zunächst die Gründung als zweizügige Schule der EKHN und des Evangelischen Dekanats Westerwald unter dem ersten Direktor der Schule Hartwig Scheidt. Weigand erinnerte an die Ideale der Schule (Verantwortung, Freiheit, Menschlichkeit und christlichen Glaubensbezug), die seit jener Gründung bestehen, aber auch an die Neugier, die Innovation und den Mut neue Wege zu gehen, welche den Geist des EvGBM bestimmen.
Ein weiterer Meilenstein war die Festlegung auf ein Konzept, das bis heute einzigartiges Merkmal evangelischer Gymnasien in Rheinland-Pfalz ist: eine verpflichtende Ganztagsschule, die das Abitur nach 9 Jahren bietet.
Auch die stattliche Anerkennung stellte einen wichtigen Etappensieg der 20-jährigen Karriere der Schule dar. Damit einher ging die Beteiligung des Westerwaldkreises als Sachkostenträger der Schule. Weigand bedankte sich herzlich für die erfolgreich Kooperation mit Westerwaldkreis und Land.
Auch die Kooperation innerhalb des Schulzentrums Bad Marienberg, mit der Verbandsgemeinde Bad Marienberg und die Zusammenarbeit mit den Gymnasien der Region betonte Weigand als hervorragend. Von den Anfängen des EvGBM als es noch kein eigenes Schulgebäude hatte und „nur“ Gast in den Räumen der Wolfsteinschule war, bis zur Etablierung als fester Bestandteil der Bildungslandschaft: „Die Zusammenarbeit war und ist motivierend, hilfreich und erfolgreich.“
Der Meilenstein der Schulerweiterung schlug die Brücke zwischen den „Wurzeln“ der Schule in der Vergangenheit und den „Flügeln“ für die Zukunft. Mit dem Abschluss des Architektenwettbewerbs steht nun die Grundsteinlegung in naher Zukunft an. So wie sich das Gebäude der Schule weiterentwickelt, erinnerte Weigand die Gäste, so verändert sich auch die Gesellschaft und die Ansprüche an Schule: Der Schulleiter betonte, dass Themen wie ‚eigenverantwortliches Lernen‘, ‚Leistungsbewertungen‘ und ‚Lernen mit KI‘ in den nächsten Jahren am EvGBM konsequent weiterentwickelt werden. Unter diesen Vorzeichen kann sich das evangelische Gymnasium Bad Marienberg auf eine erfolgreiche Zukunft freuen.
Nach den Reden überreichte Janne Neumann, von der Evangelische Schulstiftung in der EKD, der Schulleitung noch ein persönliches Geschenk zum Jubiläum. Vor allem im Bereich der Inklusion können das EvGBM und die ESS EKD auf eine tragfähige Zusammenarbeit zurückblicken. So wurden zum Beispiel die Einrichtung eines Inklusionsraums und die Sanierung eines Klassenraums für Hörbeeinträchtigte Personen durch die Unterstützung durch die Evangelische Schulstiftung möglich. Dank für die vielfältige Unterstützung in den vergangenen Jahren darf auch herzlich an die Barbara-Schadeberg-Stiftung (vertreten durch die geschäftsführende Vorständin Sabine Ulrich) entsendet werden, die das EvGBM beispielsweise in seinem Engagement für Demokratieprojekte unterstützt hat und die Schulfahrt fördert.
Die musikalische Begleitung des Festaktes stand unter der Federführung von Marco Jeuck, der sowohl mit seiner Swing-Combo, als auch mit seinem Jazz-Emsemble (mit Torben Böhm, Markus Benner und Leo Wildauer) für gute Unterhaltung sorgte. Petra Thelen-Meier und Florian Wind-Giesewetter moderierten die Veranstaltung humorvoll und charmant und riefen der Festgesellschaft allerlei schöne und lustige Erinnerungen ins Gedächtnis.
Die Schulgemeinschaft bedankt sich bei Andrea Svenska für die Organisation der Feier, dem Team der Haustechnik um Christoph Kopp und der Ton- und Lichttechnik um Patrick Pieritz für die technische Umsetzung der Veranstaltung und dem Mensateam um Mario Mohr für das Buffet, welches die Gäste nach dem offiziellen Teil der Feier noch zum Verweilen einlud.












































































