Politischer Streit – aber respektvoll!

Podiumsdiskussion mit den Wahlkreiskandidatinnen und -kandidaten zur Landtagswahl
Am Evangelischen Gymnasium Bad Marienberg fand eine Podiumsdiskussion mit den Wahlkreiskandidatinnen und -kandidaten zur anstehenden Landtagswahl statt, die eindrucksvoll zeigte, wie lebendig und verantwortungsvoll politische Bildung an der Schule umgesetzt wird. Eingeladen waren alle im Landtag vertretenen Parteien. Der Einladung folgten Hendrik Hering (SPD), Janick Pape (CDU), Alexandra Abresch-Cäsar (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Patrick Häbel (FDP), die sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler stellten.
Als Teilnehmende waren die komplette MSS 13, die zur Gruppe der Erstwählerinnen und Erstwähler gehört, sowie die Leistungskurse Sozialkunde der MSS 11 und 12 anwesend. Die Veranstaltung wurde bewusst von Schülerinnen selbst moderiert: Emma Lucke und Eva Schulte führten souverän durch die Diskussion und sorgten dafür, dass neben globalen und nationalen Fragestellungen immer wieder der Fokus auf landespolitische Themen gelegt wurde.
Ein weiterer zentraler Baustein war der Faktencheck, der von Schulleiter Dirk Weigand gemeinsam mit einer engagierten Gruppe aus der Oberstufe durchgeführt wurde. Er trug wesentlich zur Diskursivität und Sachlichkeit der Debatte bei. Zeitwächter achteten zudem auf eine faire Verteilung der Redezeit, was den respektvollen Umgang miteinander zusätzlich stärkte.
Besonderes Interesse weckten bei den Schülerinnen und Schülern vor allem bildungspolitische Fragen, die Stärkung des ländlichen Raums sowie die Themen Migration und das schwindende Vertrauen in die Politik. In diesem Zusammenhang betonten die Kandidierenden unterschiedliche, aber teils verbindende Perspektiven: Während von Seiten der SPD die Bedeutung von Transparenz und klarer Kommunikation politischer Erfolge hervorgehoben wurde, verwiesen die Grünen auf die Herausforderungen politischer Kommunikation im Internet und die Notwendigkeit, gut informierte – insbesondere junge – Menschen stärker zu fördern. Die CDU betonte die Wichtigkeit, Kritik offen äußern zu dürfen, um gemeinsam Lösungen zu finden. Die FDP schließlich hob hervor, dass Demokratie auch Streit bedeute, aber auch Erfolge stärker gewürdigt werden müssten.
Die Podiumsdiskussion machte deutlich, wie wichtig Austausch, Verbindlichkeit von Wahlversprechen und ein wertschätzender Umgang miteinander sind. Das Evangelische Gymnasium Bad Marienberg präsentierte sich dabei als Ort, an dem Schülerinnen und Schüler ermutigt werden, sich informiert, kritisch und respektvoll in politische Prozesse einzubringen. Die Schulgemeinschaft bedankt sich bei der Fachschaft Sozialkunde (insbesondere Steffen Hammon und Boris Stein), welche die Veranstaltung organisiert hat.
























