Kloster, Schafe, Spiele, Perlenketten …

Kloster, Schafe, Spiele, Perlenketten …

… so könnte man die Tage auf dem Nehemiahof in Gnadenthal beschreiben, die 25 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 vom 18.-20.Februar gemeinsam mit Alex Breitkreuz und Anja Steinke erlebten. Nachdem am Mittwoch die Zimmer bezogen wurden, wurden wir auch schon gleich zu einer informativen Dorfführung erwartet, bei der wir erfuhren, wie die Gemeinschaft von Familien, Brüdern und Schwestern an diesem besonderen, abgeschiedenen Ort aufgebaut wurde. Wir besuchten Kirche, Bistro und Klosterladen und staunten über das große Taufbecken draußen neben der Kirche. Ein Highlight war der Besuch bei den Schafen, die ausgiebig und liebevoll frisiert wurden. Ebenso begeisterte der Kuhstall, die Tiere wurden mit ausreichend Streicheleinheiten verwöhnt. Die Dorfführung beendeten wir im Brüderhaus. Gemeinsam mit den Bewohnern in Gnadenthal feierten wir hier das Mittagsgebet in der Kapelle, das immer einem festgelegten Ablauf folgt. Dies war für die meisten erstmal etwas fremd, hat uns dann aber gut gefallen. Toll war, dass einige Schülerinnen und Schüler immer die Glocken selber läuten durften.

Zurück im Nehemiahof lernten wir uns bei Gemeinschaftsspielen noch besser kennen. Gestärkt von einem leckeren Mittagessen (Das Essen war übrigens jeden Tag super) beschäftigten wir uns am Nachmittag mit unserem Hauptthema, den „Perlen des Glaubens“. Hierbei handelt es sich um ein Perlenarmband, bei der jede einzelne Perle für einen Aspekt im Leben und Glauben steht. Wir unsere Tage der Orientierung hatten wir uns v.a. die Ich-Perle und die Perlen der Stille und Gelassenheit herausgesucht. In einem selber gebastelten Heft konnte während unseres Aufenthalts jeder seine Gedanken hierzu aufschreiben.

Nach einem lustigen, aktiven Spieleabend und einem Abendgebet war auch schon Nachtruhe, die mehr oder weniger auch eingehalten wurde.

In den Donnerstag starteten wir mit einem Morgenimpuls. Dann bereiteten wir das Interview vor, das wir mit den Brüdern im Brüderhaus führen wollten. Es war erlaubt, alles zu fragen, was man wissen wollte. Nach einem kleinen Fußmarsch hoch zum Brüderhaus hatten wir eine informative Stunde mit zwei Brüdern, wobei der eine schon über 90 Jahre alt war und sehr beeindruckend über seinen Alltag in der Gemeinschaft und seinen Lebensweg erzählen konnte. Zum Abschluss feierten wir wieder gemeinsam Mittagsgebet in der Kapelle.

Am Nachmittag trainierten wir unsere Teamfähigkeit mit dem Spiel Fröbelturm, bei dem bunte Holzklötze mit Hilfe von Schnüren aufeinandergestellt werden mussten. Gar nicht so einfach! Außerdem beschäftigten wir uns weiter mit den Perlen des Glaubens und stellten fest, dass es gar nicht immer so einfach ist, bewusst Stille in den Alltag einzubauen. Anschließend hat jeder sein eigenes Perlenarmband gebastelt und es wurde wieder gespielt. Turbulente Turniere beim Tischtennis und am Tischkicker sorgten für viel Aktion. Der Abendsegen beendete auch diesen erlebnisreichen Tag und die Nachtruhe begann schon eine halbe Stunde früher, denn am nächsten Tag mussten wir besonders früh aufstehen.

Schon um 7 Uhr (es war noch dunkel) trafen wir uns am Freitag früh und marschierten hoch zur Kapelle im Brüderhaus. Dort nahmen wir am Abendmahlsgottesdienst teil. Zurück im Nehemiahof hatten wir uns unser Frühstück wirklich verdient. Dann hieß es schon wieder: Koffer packen und mit dem Bus zurück nach Bad Marienberg fahren. Drei erlebnisreiche Tage gingen zu Ende.

Carlotta aus der 6a hat einige Jugendliche gefragt, was ihnen besonders gefallen hat: Einige Schüler berichteten, dass ihnen die Mittagsgebete gefallen hatten. Josefine 6a: “Ich persönlich fand die Tiere, die wir gesehen haben, toll.” Alea 6c: “Ich fand es schön, dass wir mehrere Teamspiele gespielt haben.” Anna 6c: “Besonders gut gefallen hat mir, dass wir nicht nur als Gruppe was unternommen haben, sondern auch viel Freizeit hatten.”