Auf den Spuren der Ewigen Stadt

Studienfahrt der Jahrgangsstufe 12 nach Rom
Vom 3. bis 9. Mai 2026 begab sich die Mainzer Studienstufe der Jahrgangsstufe 12 des Evangelischen Gymnasiums Bad Marienberg auf eine Studienfahrt nach Rom – eine Woche, die ebenso bildungsreich wie erlebnisintensiv werden sollte. Begleitet von Herrn Dr. Schmidt, Frau Wollmann und Herrn Kläs-Bierbrauer machten sich 40 Schülerinnen und Schüler auf den Weg in eine Stadt, in der nahezu jede Straßenecke ein Stück europäischer Geschichte erzählt. Besonders sorgfältig war die inhaltliche Vorbereitung: Bereits im Vorfeld hatten die Schülerinnen und Schüler eigene Podcasts produziert, in denen sie vertiefende Informationen zu den bedeutendsten Gebäuden, Kunstwerken und historischen Hintergründen zusammentrugen. So konnte die Gruppe an den jeweiligen Stationen die passenden Beiträge anhören und das Gesehene unmittelbar einordnen – eine Form der Wissensvermittlung, die das Erleben vor Ort spürbar bereicherte.
Gegen Mittag erreichte unsere Gruppe das zentral am Termini gelegene Hotel Tempio di Pallade. Da der Check-in etwas früher als erwartet möglich war, blieb zunächst Zeit, die unmittelbare Umgebung auf eigene Faust zu erkunden.



Bereits am Nachmittag stand der erste gemeinsame Stadtrundgang an, der zugleich einen ersten Überblick über das dichte historische Zentrum gab. Vom antiken Rom mit dem Kolosseum und dem Forum Romanum führte der Weg über das monumentale Nationaldenkmal für Vittorio Emanuele II. – von den Römern augenzwinkernd „Schreibmaschine“ genannt – hin zur weltberühmten Spanischen Treppe und zur Fontana di Trevi, an der traditionell eine Münze über die Schulter geworfen werden kann. Über die Via del Corso, eine der bekanntesten Einkaufsstraßen der Stadt, ging es schließlich zur Piazza del Popolo mit der Kirche Santa Maria del Popolo. Auf dem Weg lag das Pantheon, jener nahezu vollständig erhaltene antike Tempelbau, dessen freie Kuppelöffnung bis heute Architekten in Staunen versetzt. Wer mochte, gönnte sich beim Abstecher zum legendären Eissalon Giolitti eines der wohl besten Eis der Welt.
Der Dienstag begann mit einem gemeinsamen Spaziergang zum weitläufigen Park der Villa Borghese, der grünen Lunge im Herzen Roms. Höhepunkt war der Besuch der Galleria Borghese, einer der bedeutendsten Skulpturen- und Gemäldesammlungen der Welt, die Meisterwerke von Bernini und Caravaggio in einem prachtvollen Rahmen vereint. Hier konnten sich die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe der zuvor erstellten Podcasts vertiefend mit der kunsthistorischen Bedeutung der Werke auseinandersetzen. Da die Besuchszeiten dort auf zwei Stunden reglementiert sind, blieb der Mittag für die eigenständige Erkundung der Stadt. Am Nachmittag stand dann noch zum Abschluss des Tages der Besuch des Kolosseums an.
Der Mittwoch stand im Zeichen der frühchristlichen und kirchlichen Geschichte Roms. Den Auftakt bildete Santa Maria Maggiore, eine der vier päpstlichen Basiliken, gefolgt von San Pietro in Vincoli, wo neben Michelangelos berühmter Moses-Statue die Schülerinnen und Schüler auch die Ketten, in denen Petrus gefesselt worden sein soll, besichtigen konnten. Anschließend bot sich Zeit, das Viertel Monti mit seinen engen Gassen, kleinen Werkstätten und Cafés zu durchstreifen. Am Nachmittag rückte schließlich das antike Rom wieder in den Mittelpunkt: Beim Gang über das Forum Romanum und den Palatinhügel wurde greifbar, wo das politische und gesellschaftliche Leben des Römischen Reiches einst seinen Mittelpunkt hatte.



Ein letzter großer Programmpunkt erwartete die Gruppe am Donnerstag mit dem Besuch des Vatikans. Der Petersdom, die größte Kirche der Christenheit, beeindruckte schon durch seine schiere Dimension; wer den Aufstieg nicht scheute, wurde auf der Kuppel mit einem weiten Blick über die Dächer Roms belohnt. Am späten Nachmittag führte dann der Weg durch die Vatikanischen Museen mit ihrer überwältigenden Fülle an Kunstschätzen bis hin zur Sixtinischen Kapelle. Den stimmungsvollen Abschluss des Tages bildete ein gemeinsamer Rundgang durch das nächtliche Rom, das im Licht seiner beleuchteten Plätze und Brunnen eine ganz eigene Magie entfaltete.
Neben dem offiziellen Programm blieb genügend Raum, die Stadt in Kleingruppen auf eigene Weise zu entdecken – ob beim Bummel über lebhafte Märkte, in den Gassen Trasteveres oder bei einer Pause mit Pizza und Pasta in einer der unzähligen Trattorien.
Am Freitagmorgen hieß es schließlich Abschied nehmen: Nach dem Frühstück wurde ausgecheckt, und gegen 11 Uhr trat unsere Gruppe mit dem Bus die Heimreise in den Westerwald an – im Gepäck nicht nur Souvenirs für die Daheimgebliebenen (und manche Stammkursleitungen), sondern vor allem eine Fülle bleibender Eindrücke.








