Deutsch

Auf dieser Seite finden Sie Informationen aus dem Fachbereich Deutsch.

Unter der Rubrik der Jahrgangsstufen können Sie die jeweiligen Themenschwerpunkte dieser Stufen sowie exemplarische Schüler/innenarbeiten finden. Auch werden hier einzelne Methoden, die in dieser Jahrgangsstufe besonders häufig angewendet werden, vorgestellt.

Unter dem Begriff „Wettbewerbe“ findet sich eine Linksammlung verschiedener Möglichkeiten zur Teilnahme an Wettbewerben.

„Außerschulische Lernorte“ sind zum Beispiel das Theater und die regelmäßig statt findende Exkursion nach Weimar. Hier finden Sie Bericht zu diesen Themen.

Das „Deutschtraining“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die einen zusätzlichen Förderbedarf in der Rechtschreibung und Zeichensetzung haben. Unter diesem Link finden Sie nähere Informationen zu diesem Thema.

Aktuelles aus dem Deutschunterricht

„We are beautiful“ – Poetry Slam der Klasse 9a

„We are beautiful“ – Poetry Slam der Klasse 9a

Poetry Slams sind nicht rebellisch und innovativ, sondern durchaus gesellschaftskonform. Die Klasse 9a des Evangelischen Gymnasiums Bad Marienberg beschäftigte sich dieses Schuljar intensiv mit dem Poetry Slam. In der Unterrichtsreihe wurden neben vielen Texten bekannter Slammer wie Jan Philipp Zymny, Florian Wintels oder Julia Engelmann auch eigene Texte geschrieben. Immer wieder haben die Schülerinnen sich mit bekannten Texten auseinandergesetzt und sie als Übung vor der gesamten Klasse vorgetragen, denn es geht beim Poetry Slam nicht nur um die Texte selbst, sondern auch um die Performance, also wie der Text vorgetragen wird. So kamen sie gemeinsam mit Ihrem Klassenlehrer, Herr Zöller, auf die Idee, einen klasseninternen Wettbewerb zu veranstalten, bei dem sie Ihre selbst geschriebenen Texte vor der Klasse und einer Jury präsentierten. Vorab wurde eine Jury – bestehend aus drei Schülerinnen und Herrn Zöller – bestimmt und Schilder mit den Bewertungszahlen 1 (schlecht) bis 10 (sehr gut) gebastelt. Sechs Schülerinnen präsentierten dann ihren Text. Letztendlich gewann diejenige, die die höchste Punktzahl und somit beste Bewertung bekommen hatte. Den ersten Platz belegte Evelyn mit ihrem Text „I am beautiful“. In Ihrem Text, der auf dem Song ,,I am beautiful´´ von Christina Aguilera basiert, geht es um ein Mädchen, das unzufrieden mit sich selbst ist und eine Fassade aufsetzt, hinter der sie sich versteckt. Sie fragt sich immer wieder, wieso sie nicht so sein kann wie die anderen Mädchen. Sie hofft irgendwann sagen zu können, dass sie wundervoll ist, egal was die anderen sagen, was auch im Grunde die Botschaft des Songs ist. Evelyn hat mit Ihrem inspirierenden Text volle Punktzahl erreicht und als Preis ein goldenes Mikrophon mit der Aufschrift „Siegerin Poetry Slam 9a“ bekommen. Den zweiten Platz belegte Louisa mit ihrem Text „Ein paar besondere Tage“ und den dritten Platz Lisa (,,Der Abschiedsbrief´´).

Die Unterrichtsreihe hat großen Spaß gemacht und der Wettbewerb war ein voller Erfolg. Alle 18 Schülerinnen haben viel gelernt und mitgenommen.

Melissa, Klasse 9a

Die Klasse 9a schaute den „Besuch der alten Dame“ im Horizont-Theater in Köln

Die Klasse 9a schaute den „Besuch der alten Dame“ im Horizont-Theater in Köln

Im Deutschunterricht haben wir, die Klasse 9a, die tragische Komödie „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt gelesen. In diesem Stück geht es um die Milliardärin Claire Zachanassian, die nach langer Zeit in ihr nun verarmtes Heimatstädtchen Güllen zurückkehrt, um Gerechtigkeit zu fordern. Diese Gerechtigkeit, die sich als die Aufforderung zum Mord an ihrer Jugendliebe Alfred Ill herausstellt, ist Claire Zachanassian eine Milliarde wert. Nachdem wir uns im Unterricht sehr ausführlich mit dieser tragischen Komödie beschäftigt und auch bereits den Film gesehen hatten, wollten wir eine Theateraufführung dieses Stückes besuchen.

Am 16.05.2017 fuhren wir morgens mit dem Zug ins Phantasialand in Brühl, wo wir den Tag verbrachten. Begleitet wurden wir von unserem Klassenlehrer, Herrn Zöller, und unserer Französischlehrerin Frau Schnautz. Am Abend nahmen wir dann den Zug zurück nach Köln, sodass wir die Theatervorstellung um 20 Uhr besuchen konnten. Vom Hauptbahnhof mussten wir noch etwa zehn Minuten laufen, bis wir am Theater angekommen waren.

Das Theater war eher beschaulich und das Bühnenbild war als Spinnennetz dargestellt, was sich jedoch im Nachhinein als äußerst durchdacht erwies. Das etwa 80-minütige Stück wurde – abgesehen von kleinen Abweichungen – sehr textnah dargestellt. So wurden die in der Textvorlage beschriebenen Persönlichkeitsveränderungen der Figuren z. B. durch das Tragen von Masken und Sonnenbrillen visualisiert. Des Weiteren wurde die im Buch nicht näher beschriebene Todesursache (Mord an Alfred Ill) im Theater als Genickbruch umgesetzt. Die Schauspieler haben das gesamte Stück über mit sehr viel Leidenschaft gespielt und man merkte ihnen an, dass ihnen das Theaterspielen sehr viel Spaß macht. Unsere Klasse hatte mit einem größeren Theatersaal gerechnet, jedoch waren wir alle von der Leistung der Schauspieler beeindruckt.

Anschließend nahmen wir den Zug zurück nach Betzdorf, wo wir um etwa 23.40 Uhr ankamen und von unseren Eltern abgeholt wurden. Alles in allem war es für uns alle ein gelungener Tag und es hat uns allen viel Spaß gemacht.

 

Lea, Klasse 9a

Poetry Slam im neuen Gewand: Schäm Slam

Schreibwettbewerb der Hilfsorganisation CARE regte zum Nachdenken über das "Schämen" an

Poetry Slam im neuen Gewand: Schäm Slam

„Schäm dich“. Unter diesem Titel initiierte die Hilfsorganisation CARE Ende letzten Jahres einen Schreibwettbewerb, der Jugendliche dazu aufforderte, in ihren Texten gesellschaftskritische Themen zu reflektieren. Die Fachschaft Deutsch griff diese Idee auf und fand schnell einen eigenen schulischen Rahmen für den Wettbewerb: Aus dem bekannten Dichterwettstreit Poetry Slam sollte ein Schäm Slam werden.
Neun begeisterte Slammerinnen und Slammer meldeten sich und formulierten innerhalb von kurzer Zeit sehr deutlich, dass es durchaus einige Dinge gibt, die sie stören, die „nicht korrekt“, zuweilen menschenverachtend sind und doch eigentlich nur eine Reaktion auslösen: Dem Gegenüber zu sagen „Schäm dich“ für deine Worte oder Taten.
Mehr als einhundert Mitschülerinnen und Mitschüler, Lehrerinnen und Lehrer waren schließlich in der Aula versammelt, um als Zuhörer, aber auch als aktive Jury per Applaus den Siegertext zu küren. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßten die verantwortlichen Lehrerinnen Frau Brandenburger und Frau Thelen-Meier zwei Referentinnen von CARE, die zunächst das Grundkonzept der Organisation vorstellten: Seit 1945 setzt sich CARE weltweit dafür ein, beispielsweise Ursachen von Armut und sozialer Ungleichheit zu bekämpfen, Rechte von Frauen und Mädchen zu stärken oder auch Aufbauhilfe in Katastrophengebieten zu leisten. In diesem Zusammenhang wurde auch deutlich, welche Bedeutung dem Schreibwettbewerb zukommt, den die Organisation jährlich durchführt: CARE möchte Jugendliche zum Schreiben motivieren und sie ermutigen, sich mit globalen Fragestellungen auseinanderzusetzen.
Wie gut Jugendliche diese Auseinandersetzung vornehmen, zeigten die neun Slammer anschließend bei ihren Auftritten. Sie präsentierten auf lustige, unterhaltsame, aber auch kritische und nachdenklich stimmende Art und Weise, was sie bewegt: Mobbing, Verletzungen, Schulversagen, Leistungsansprüche, mangelnde Anerkennung oder Respektlosigkeit, aber auch Umweltverschmutzung, Konsumverhalten, Flucht, politische Entscheidungen etc.
Nach etwa 90 Minuten stand der Gewinner des ersten und einzigen Schäm Slams am EVGBM fest: Gerrit (MSS 11) hatte mit seiner humorvollen „Gesellschaftskritik“ das Publikum für sich gewonnen und sich so gegen seine Mitstreiterinnen durchgesetzt. Der abschließende Applaus bestätigte jedoch allen Slammern, wie überzeugend ihre Performance war. Allen Teilnehmern ist an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön auszusprechen. Es gehört Engagement und großer Mut dazu, seine Gedanken zu Papier zu bringen und seine Botschaft einem Publikum vorzustellen.
THP