Erdkunde

Das Fach Erdkunde ist für sämtliche Schülerinnen und Schüler der MSS obligatorisch. Lediglich die Teilnehmer des Leistungskurses Sozialkunde bekommen erdkundliche Themen und Inhalte eingebettet in ihren Leistungskursunterricht.

    01Der Grundkurs Erdkunde

    In der Jahrgangsstufe 12 wird der zweistündige Kombikurs Erdkunde/Sozialkunde durch eine(n) Erdkundelehrer(in) unterrichtet. Im ersten Halbjahr des Schuljahres wird sich mit den Geozonen und den Geofaktoren (z.B. Klima, Boden, Wasser, Vegetation)  auseinandergesetzt, wobei zuerst allgemeine Gesetzmäßigkeiten und die Atmosphärische Zirkulation erklärt und dann Geozonen mit labilem Gleichgewicht, wie etwa die boreale Zone, die mediterrane Zone oder die wechselfeuchten Tropen thematisiert werden. Im zweiten Kurshalbjahr werden dann Länder als Wirtschaftsräume Unterrichtsgegenstand. Nachdem erst Entwicklungsunterschiede und vor allem Indikatoren, die solche Unterschiede erkennen lassen, behandelt werden, geraten in der Folge ausgewählte Länder oder Ländergruppen in den Fokus (Europa und eine Auswahl aus den Ländern USA, Russland, Japan, China und Indien). Abschließend wird der Staat Ruanda als Beispiel für einen Raum mit Entwicklungsrückstand in den Blick genommen.

    Die mündliche Abiturprüfung im Grundkurs Erdkunde/Sozialkunde kann entweder im Fach Sozialkunde oder in Erdkunde bei der/dem jeweiligen Fachlehrer(in) absolviert werden. Im Fach Erdkunde erfolgt keine thematische Schwerpunktsetzung zwischen Prüfling und Prüfer(in).

    02Der Leistungskurs Erdkunde

    Das Fach Erdkunde wird im Leistungskurs vierstündig unterrichtet. Mit steigendem Anspruch auf dem Weg zum Abitur wird das vernetzende Analysieren von Texten, Diagrammen, Tabellen, Satellitenbildern und natürlich nicht zuletzt auch Karten gefördert. Im Unterricht und in den Kursarbeiten werden dabei konkrete Raumbeispiele in den Blick genommen, um anhand von diesen exemplarisch bestimmte Fragestellungen zu erörtern.

    Inhaltlich wird sich in der Jahrgangsstufe 11 zuerst mit Landschaftsökologie, dem physischen Teil der Geographie, also Geologie, Geomorphologie, Bodenkunde und Klimatologie beschäftigt, um eine Grundlage für die weltweite Verteilung der Geoökozonen zu bekommen. Agrar-, Industrie- und Dienstleistungsgeographie (Dienstleistungszentren, Tourismus, Verkehr) sind Fachbereiche, die sich in 11.2 anschließen und die in die Jahrgangsstufe 12 überleiten, wo sich dann mit Raumplanung, Stadtgeographie beschäftigt wird. Im zweiten Halbjahr folgt dann die konkrete Beschäftigung mit einzelnen Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern, um an deren Beispiel die Raumwirksamkeit politischer Strukturen und Prozesse zu erkennen. Unter diesem Aspekt werden auch Staatengruppierungen, wie UN und EU untersucht. Im viel zu kurzen 13. Schuljahr kommen dann Themen, die unter der Überschrift „globale Herausforderung“ zusammengefasst werden. Darunter sind Globalisierung, Weltbevölkerung, Verstädterung, Migration, Nahrungs-, Energie- und Klimaproblematik zusammengefasst.

    Im Rahmen des Leistungskurses sind Exkursionen vorgesehen, die ermöglichen z.B. die Entwicklung und funktionelle Gliederung einer Stadt vor Ort zu erfahren. Die Schülerinnen und Schüler sollen im Leistungskurs ihre Kommunikationskompetenzen in Referaten, Präsentationen und ähnlichen Formaten festigen und vertiefen.