Schulsanitäter

Schulsanitäterausbildung – Einstieg ins Helfen

Freiwillige der Klassen 7 und 8 können die AG „Schulsanitätsdienst“ auf ein Jahr wählen. Die Betonung liegt auf der Freiwilligkeit. Niemand wird gezwungen. Ob der Kurs vier oer vierzehn Teilnehmer hat, ob es sich um ruhige „angepasste“ Schüler oder eher um auffälligere Typen handelt ist egal. Wichtig ist der Wunsch zu helfen.

Wir steigen mit dem normalen Erste-Hilfe-Kurs ein und schließen dann die „erweitere Erste Hilfe“ an. Im Laufe der AG lernen die Schüler den Umgang mit Verletzungen kennen, aber auch die seelische Betreuung und eine grobe Entscheidung, ob nicht doch „Faulenzia“ oder „Unterrichtsvermeiditis“ mit im Spiel sind. Zu den Inhalten gehören auch das Messen von Blutdruck und Blutzucker, auch wenn letzteres nur in ganz wenigen Fällen angewendet werden darf. Teamübungen wie der Transport mit der Krankentrage  und der Umgang mit dem Rollstuhl gehören ebenfalls zu den Inhalten, denn irgendwie müssen die Patienten gegebenenfalls ins sichere Arztzimmer geschafft werden.

Der Kurs endet nach 42 Unterrichtseinheiten mit einer Prüfung. Schriftlich (Multiple Choice) und praktisch vor einer Kommission aus Kursleiter, einer Rettungsdienstmitarbeiterin und einer Pflegedozentin. Wer nicht besteht, hat nach einer Extrarunde die Chance, noch einmal anzutreten. Wer zweimal nicht besteht sollte sich fragen, woran es liegt.

Nach erfolgreicher Prüfung nehmen die Teilnehmer noch ein halbes Jahr an der AG teil (vielleicht hat man ja mal was im Kurs überhört?) und werden in der Patientenversorgung aktiv. Wer danach als „Altsani“ weiter machen möchte, kann dies tun. Bei einer Verpflichtung von vier Fortbildungsterminen pro Jahr können Altsanis bis zum Abitur im Dienst bleiben.

Drei Schulsanis sind täglich im Einsatz: ein Frühdienst, ein Spätdienst und eine ganztägige Vertretung. Die Alarmierung erfolgt per Diensthandy. Hoffentlich klingelt das nicht zu oft …