Präventionskonzept

Die Präventionsarbeit am Evangelischen Gymnasium lässt sich in verschiedene Tätigkeitsbereiche untergliedern, deren Schwerpunkte in unterschiedlichen Jahrgangsstufen liegen.

Orientierungsstufe

    01Lions-Quest – Erwachsen werden

    In den Klassenlehrerstunden der Jahrgangsstufen 5 und 6 werden Bausteine aus dem Primärpräventionsprogramm von Lions-Quest – Erwachsen werden umgesetzt. Folgende Werte werden durch verschiedene Schüleraktivitäten vermittelt:

    • Eine angemessene Selbsteinschätzung/ Ich-Stärkung
    • Die Fähigkeit zu reflektiertem Handeln
    • Die Entscheidung für ein Leben ohne Sucht und für einen maßvollen Umgang mit legalen Genussmitteln
    • Toleranz, Achtung und Respekt vor anderen Menschen
    • Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen
    • Verlässlichkeit und Diskretion
    • Soziale Integration und soziales Engagement.

    02Erlebnispädagogik im Wald

    Warum sind erlebnispädagogische Aktivitäten für Schülerinnen und Schüler so wertvoll?

    „Erlebnispädagogik ist eine handlungsorientierte Methode und will durch exemplarische Lernprozesse, in denen junge Menschen vor physische, psychische und soziale Herausforderungen gestellt werden, diese in ihre Persönlichkeitsentwicklung fördern und sie dazu befähigen, ihre Lebenswelt verantwortlich zu gestalten.“
    (Heckmair/Michl 2002)

    Die Jahrgangsstufen 5 und 6 treten innerhalb eines Vormittages in eine Fantasie- und Abenteuerwelt ein. Die dort lauernden Aufgaben aus Vertrauens-, Kooperations- und Kommunikationsübungen können sie allerdings nur in der Klassengemeinschaft bewältigen. Ziel ist die Stärkung des Gruppengefühls und die Förderung der sozialen Kompetenzen wie Kooperation, Kommunikation, Rücksichtnahme, Mitgefühl und Konfliktfähigkeit. Darüber hinaus unterstützen die erlebnispädagogischen Aufgaben die Entwicklung von individuellen Persönlichkeitsmerkmalen. Die Schülerinnen und Schüler gewinnen u.a. Selbstvertrauen, übernehmen Selbst- und Fremdverantwortung und können ihrer Kreativität beim gemeinsamen Lösen der Herausforderungen freien Lauf lassen. Das Setting „Wald als Abenteuer- und Erlebnisraum“ bietet den Klassen die Möglichkeit sowohl ihren natürlichen Bewegungsdrang in der Natur mit Spaß auszuleben als auch ein ökologisches Bewusstsein aufzubauen.

Mittelstufe

    01Sexualpädagogisches Projekt in Klasse 8

    Zum Auftrag der Schule gehört gemäß Schulgesetz §1 Absatz 3 auch die Sexualerziehung. Sie ist als Erziehung zu verantwortungsbewusstem geschlechtlichem Verhalten Teil der Gesamterziehung und soll Schülerinnen und Schülern zu menschlicher, sozialer und gleichberechtigter Partnerschaft befähigen. In der Jahrgangsstufe 6 wird im Rahmen des naturwissenschaftlichen Unterrichts Sexualerziehung erteilt.

    In Klasse 8 treten erfahrungsgemäß andere wichtige Fragen zu Beziehung und Partnerschaft auf, die im Lehrplan zu wenig berücksichtigt werden. Daher hat der Fachbereich Biologie mit Absprache des Schulelternbeirates den Projektvormittag zur Sexualerziehung als festen Baustein der Präventionsarbeit verankert.

    Die sexualpädagogische Veranstaltung wird vom Diakonischen Werk durchgeführt. Schwerpunkte der dreistündigen Veranstaltung sind die gegenseitige Achtung, das Vertrauen gegenüber der Freundin/dem Freund, Liebe und Freundschaft sowie das Thema Empfängnisverhütung. Weitere Themen ergeben sich aus einem Fragebogen, den die Kinder anonym beantworten.

    Die Klassen werden dabei in getrenntgeschlechtliche Gruppen aufgeteilt. Dies hat zum einen den Vorteil, dass die Themeninhalte stärker an den Interessen der Gruppe orientiert sind, und zum anderen können Schülerinnen und Schüler ihre Fragen unbefangener äußern.

    Durch die externe Referentin sind die Kinder in der Regel offener und weniger befangen, als wenn sie ihre Fragen den Lehrern stellen müssen, von denen sie im Unterricht bewertet werden.

    02Drogenprävention

    Die Drogenprävention der Klasse 8 geschieht in Zusammenarbeit mit den Drogenbeauftragten der Polizei Hachenburg. Der Schwerpunkt ist die Droge Alkohol. Die Intention dieser Einheit ist die Förderung der Selbstkompetenz, der Sozialkompetenz und der Sachkompetenz. In unterrichtlichen Angeboten geht es darum, dass die Persönlichkeit der Schüler und Schülerinnen in den Mittelpunkt rückt. Sie sollen Gelegenheit erhalten eigene Erfahrungen über Alkoholmissbrauch unter Freunden und Bekannten zu reflektieren und Möglichkeiten kenne lernen mit Alkohol umzugehen.

    03Streitschlichtung

    Arbeitsgemeinschaft für Klasse 9 und 10

    Streitschlichtung oder Mediation bedeutet Vermittlung zwischen Konfliktparteien durch eine – oder mehrere – neutrale Personen. Streitschlichtung in unserer Schule stellt eine Erweiterung vorhandener Ansätze zum sozialen Lernen dar. Neben anderen Konzepten zur Prävention in Intervention ist sie ein wertvoller Baustein auf dem Weg zu einer gewaltfreien Konfliktbearbeitung. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Peer Education, ein Ansatz bei dem Schüler und Schülerinnen für ihre Belange eintreten und sich für andere Schüler und Schülerinnen engagieren. Eine Gruppe von interessierten Schülern und Schülerinnen wird in einer wöchentlichen Arbeitsgemeinschaft zu Mediatoren (Streitschlichtern) ausgebildet. Danach bieten die Streitschlichter ihre erlernten Fähigkeiten für gleichaltrige oder jüngere Schüler an.

Präventionsteam

Alle Teammitglieder sind Beratungslehrkräfte für Suchtprävention. Wir sind Ansprechpartner für Schülerinnen und Schülern, wenn sie Probleme im Umgang mit Suchtmitteln haben oder bereits suchtmittelbedingt verhaltensauffällig wurden. Zudem finden regelmäßige Treffen des Arbeitskreises Prävention im Schulzentrum statt, bei dem sich die Präventionslehrer der verschiedenen Schulformen (Grundschule, Förderschule, Realschule plus und das Ev. Gymnasium) über ihre Projekte austauschen und über neue Konzepte/Projekte durch externe Referenten informieren.
Zu unserem Aufgabengebiet zählt ferner noch die Planung von Informationsabenden für Eltern, die Entwicklung von Konzepten in Zusammenarbeit mit den Eltern (2014 wurde ein Konzept zum Umgang mit suchtbedingten Verhaltensauffälligkeiten mit den Eltern erarbeitet.) und die Kooperation mit außerschulischen Mitarbeitern.

Dem Präventionsteam gehören an

Herr Wetzel, Herr Pfaff und Frau Weber

Marie-Christine Meilinger

Präventionsteamm.meilinger@ev-gymnasium.de

Jan Michael Pfaff

j.pfaff@ev-gymnasium.de

Gunter Wetzel

Präventionsteamg.wetzel@ev-gymnasium.de