Schulbezogene Jugendarbeit

Was wir machen…

Evangelische schulbezogene Kinder- und Jugendarbeit am Evangelischen Gymnasium Bad Marienberg will Kinder und Jugendliche an dem Ort ansprechen, der für sie zum zentralen Lebensort geworden ist: die Schule. Unser Gymnasium ist kein reiner Lernort, sondern nimmt vielfältige Bildungs- und Erziehungsaufgaben wahr. Das Angebot evangelischer schulbezogener Kinder- und Jugendarbeit an unserer Schule reicht von religionspädagogischen, bildungspolitischen und freizeitpädagogische Maßnahmen bis hin zu Angeboten der Beratung, Jugendhilfe vor Ort und der Kinder- und Jugendseelsorge. Sie eröffnet damit sowohl der Kinder- und Jugendarbeit als auch dem Religionsunterricht neue Möglichkeiten und ist ein Beitrag zur Zusammenarbeit zwischen Kirche und Schule. Besonders im Bereich unserer Ganztagsschulen haben sich neue Chancen und Herausforderungen der Kooperation zwischen christlichen Gemeinden und Schule entwickelt. Diese Arbeit wird von Seiten der Schule durch das Angebot verschiedenster Arbeitsgemeinschaften und Projekte und von Seiten der EKHN durch den Fachbereich Kinder- und Jugendarbeit unterstützt. Um die Zusammenarbeit zwischen dem Dekanat Bad Marienberg, der evangelischen Jugendarbeit Bad Marienberg und anderen christlichen Gemeinden im Westerwald zu intensivieren, Diakon Gunter Wetzel zuständig.

Schulbezogene Jugendarbeit im Schulalltag

Seit diesem Schulhalbjahr gibt es durch die Zusammenarbeit mit dem GTS Bereich und der Kirchengemeinde Bad Marienberg die Arbeitsgemeinschaft Intercross. Der Gemeindepädagoge der Kirchengemeinde Bad Marienberg Moritz Holmann und die Schülerin Antonia aus unserer Oberstufe gestalten diese AG. Beide werden durch die schulbzogenen Jugendarbeit für ihren Dienst beauftragt. Wir wünschen ihnen viel Freude bei dem Sport und beim zusammen sein mit Schülerinnen und Schüler der 9. Und 10. Klasse.

 

Gunter Wentzel
Diakon

Christus spricht: Das ist Gottes Werk, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.
Johannes 6,29

Mit diesen Worten aus dem Neuen Testament wurde ich, Gunter Wetzel, 1982 in das Amt eines Diakons eingesegnet. Aufgewachsen bin ich in Dresden. Nach Schule und Berufsausbildung studierte ich an der Evangelischen Hochschule Moritzburg Religionspädagogik und Gemeindediakonie. Die ersten Jahre meines kirchlichen Dienstes war ich als Gemeindereferent in einer Kirchengemeinde im Vogtland tätig. Später als Jugendreferent im Siegerland und Krankenhausseelsorger in einem Hessischen Krankenhaus. Seit 2003 bin ich als Religionslehrer im Schuldienst. In einer Haupt- und Realschule in Hessen mit einem Schulseelsorgeauftrag der EKHN. Seit 2011 bin ich an unserem Gymnasium. Darüber hinaus engagiere ich mich als Notfallseelsorger und Krisenseelsorger in unserer Landeskirche.

In meiner Freizeit lese ich gern historische und politische Literatur, fahre gern Fahrrad und jogge regelmäßig. Im Winter (bei Schnee) mach ich sehr gern Langlauf. An unserem Gymnasium darf ich, in Zusammenarbeit mit der Schulpfarrerin S. Müller, im Auftrag unserer Kirche die schulbezogene Jugendarbeit gestalten.

 

„Außerschulische Jugendarbeit goes USA“

15 Schüler/innen nehmen im Sommer 2017 an einem Workcamp in New Orleans teil

„Außerschulische Jugendarbeit goes USA“

Am Ende des laufenden Schuljahres 2016/2017 geht das
Evangelische Gymnasium Bad Marienberg in Sachen außerschulische Jugendarbeit neue Wege – erstmals besteht für 15 Schüler/innen der MSS-11 die Möglichkeit, an einer Jugend-Begegnung in einem Workcamp in den Vereinigten Staaten von Amerika teilzunehmen.
Einsatzort: Der Großraum New Orleans im USA-Bundesstaat Louisiana, der im Sommer 2005 von einer verheerenden Naturkatastrophe (Stichwort: Hurrikan Katrina) heimgesucht wurde. Auch über zehn Jahre nach dem Hurrikan liegt noch etwa die Hälfte von New Orleans in Trümmern – gerade auf den Baustellen ist jede helfende Hand willkommen.
Eine dort tätige Hilfsorganisation ist „Camp Restore“, eine Einrichtung der Lutheran Church, Mississippi (RAI Ministries), die im christlich-lutherischen Glauben verwurzelt ist. Seit 2006 engagiert man sich als „Camp für den Wiederaufbau“ von New Orleans in diversen sozialen Einrichtungen und kümmert sich auch um die Beherbergung und Verpflegung von Freiwilligen.
Im nächsten Jahr wird Hilfe im Wiederaufbau („Construction Projects“) benötigt – körperliches Arbeiten, oft ungewohnt, manchmal schmutzig und hart, ist dann auch für die Bad Marienberger Gymnasiasten auf diversen Baustellen angesagt.
Drei Wochen halten sich die Westerwälder Jugendlichen in New Orleans auf.
29 Schüler und Schülerinnen hatten sich um einen Platz für diese spezielle Aktion der außerschulischen Jugendarbeit 2017 beworben, 15 davon wurden anhand objektiver Kriterien ausgewählt, die begleitet von drei Lehrkräften – Herr Wetzel als Teamchef, Frau Mieczkowski, Herr Raffelsiefen – im nächsten Sommer Richtung USA aufbrechen werden. „Wir wollen in den drei Wochen Menschen helfen, eine neue Kultur erleben und viele gute Erfahrungen machen“, so Gunter Wetzel.
Am 11.Juni 2017 (Abflug in Frankfurt/Main) startet das EvGBM-Team den Direktflug nach New Orleans – drei Wochen später (2./3.Juli) geht es per Flieger zurück nach Deutschland. Pünktlich zum Start in die großen Sommerferien – erster Ferientag in Rheinland-Pfalz ist Montag, der 3.Juli – sind Schüler und Lehrer also wieder zurück in der Heimat.
Der Selbstkostenanteil pro Schüler beträgt 1.380 Euro.
„Außerschulische Jugendarbeit goes USA“: Sollten die Erfahrungen positiv ausfallen, ist eine Neuauflage in 2018 durchaus möglich. RAH

Hilfe in Altenheimen, Krankenhäusern, Förderschulen oder Mitarbeit in sozialen Projekten: Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 11 (MSS 11) des Evangelischen Gymnasiums Bad Marienberg (EvGBM) absolvieren traditionsgemäß ein Praktikum der besonderen Art.
In diesem sogenannten Diakonischen Praktikum am Ende des Schuljahres helfen die Gymnasiasten in sozialen oder diakonischen Einrichtungen aktiv mit, um soziale Arbeit in der Praxis kennenzulernen. Menschliches Miteinander und Nachhaltigkeit sollen dabei im Mittelpunkt stehen.
Die Praktikumsstellen (zum Beispiel die Michael-Ende-Schule in Bad Marienberg oder die Diakoniestation Hachenburg-Bad Marienberg) befinden sich in der Regel in und um Bad Marienberg oder den angrenzenden Gemeinden – aber grundsätzlich können die Jugendlichen die Ausrichtung ihrer sozialen Arbeit selbst bestimmen und sich auch selbst Praktikumsstellen suchen.
So haben bereits zwei Bad Marienberger Schülerinnen in Kenia in einem Kinderheim gearbeitet, eine weitere Schülerin hat ein behindertes Kind in Südafrika betreut.
Egal, welche Praktikumsstelle schließlich gewählt wird: Das Diakonische Praktikum des EvGBM soll zeigen, dass man soziale Arbeit leisten will und am Ende auch wirklich geleistet hat.

Taizé-Fahrt 2016

Taizé-Fahrt 2016

Taizé, hinter diesem Wort steckt nicht nur ein schönes kleines französisches Dorf auf den Hügeln der Region Bourgogne-Franche-Comté.
Wer nach Taizé fährt, ist eingeladen, im gemeinsamen Gebet und Gesang, in Stille, im persönlichen Nachdenken und Gesprächen mit anderen, nach Gemeinschaft mit Gott zu suchen. Das hat eine kleine Gruppe aus unserem Gymnasium vom 14. bis 19. Juni 2016 getan. Begleitet wurde sie dabei von Gunter Wetzel, Moritz Hollmann – Gemeindepädagoge im Dekanat Bad Marienberg – und seiner Frau Anke Hollmann, sowie dem ehrenamtlichen Mitarbeiter des CVJM Bad Marienbergs, der uns die ersten organisatorischen Einweisungen gegeben hat, Markus Treptow.
Der Aufenthalt in Taizé konnte helfen, Abstand zu gewinnen vom Alltag, ganz verschiedene Menschen kennenzulernen und über ein Engagement in Kirche und Gesellschaft nachzudenken.
Alle Teilnehmer haben am gemeinsamen Leben und dem Tagesprogramm zum Thema „Barmherzigkeit“ gemeinsam mit den Brüdern der Communauté von Taizé teilgenommen.
Ein erstes Ergebnis der Erfahrungen von Taizé ist das Taizé-Gebet im Raum der Stille, zudem die kleine Gruppe jeden einlädt.

Besuch im Friedensdorf Oberhausen vom 3. Juni bis 5. Juni 2016

16 Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klasse reisten ins Friedensdorf International nach Oberhausen.
Das Friedensdorf ist eine Einrichtung für Kinder bis 12 Jahre aus Krisen- und Kriegsgebieten. Zweimal im Jahr fliegen einige Mitarbeiter in die verschiedenen Länder, wie Angola und Afghanistan, Vietnam und umliegende Länder und holen dort schwer verletzte Kinder ab. In Deutschland angekommen werden die Kinder ins Krankenhaus gebracht und dort medizinisch versorgt. Wenn sich der Zustand der jungen Patienten verbessert, werden sie im Friedensdorf für eine gewisse Zeit eine Heimat haben. Dort werden sie weiterhin medizinisch versorgt und gesund gepflegt. Bis zu ihrer vollständigen Genesung bleiben sie im Friedensdorf. Wenn sie gesund sind werden sie wieder in ihr Heimatland zu ihren Familien gebracht.
Wir Schüler und Schülerinnen waren zunächst leicht unsicher, wie wir mit den Kindern und ihren Verletzungen umgehen sollen, aber wir waren alle gespannt auf die Zeit die wir mit den Kindern verbringen konnten. Trotzdem hörten wir vorher einige Aspekte, von denen wir dachten, dass es eventuell schwierig werden könnte. Als wir aber zu den Kindern durften waren unsere Sorgen und Ängste völlig unbegründet. Die Kinder kamen sofort auf uns Schüler zu und zeigten uns ihr Gelände. Sie waren sehr offen und beantworteten uns alle Fragen. Aber auch die Kinder des Friedensdorfes fragten uns viele verschieden Dinge.
Der Besuch war für uns alle ein unverwechselbares Erlebnis, dass wir so schnell nicht vergessen werden.

Emily Weber (9a)