Ein Licht für auf den Weg…

... in die Freiheit

Ein Licht für auf den Weg…

Am 29.03.2019 wurden die Abiturientinnen und Abiturienten des Evangelischen Gymnasium Bad Marienberg verabschiedet und auf ihren Weg in die Welt hinaus geschickt.

Das diesjährige Motto „Prison Break – Abi n die Zukunft“ vermittelt zwar den Eindruck, als ob sich die jungen Menschen endlich erfolgreich „befreit“ hätten, aber bei gemeinsamen Erinnerungen an die vergangenen Jahre am EvGBM konnten doch auch positive Aspekte der „Haft“ entdeckt werden. Durch eine rührende Ansprache wurde auch nochmals Hermann Raffelsiefen gedacht, dessen plötzlicher Tod auch und besonders die heutigen Abiturientinnen und Abiturienten in tiefe Trauer versetzte; verloren sie doch einen Lehrer und Freund, der sie seit dem Beginn ihrer Schullaufbahn am EvGBM begleitet hatte.

Der Blick richtete sich jedoch nicht nur in die Vergangenheit, sondern schaute auch in die Zukunft. Für diese so ungewisse Zeit, ist das Licht gedacht, das allen Abiturientinnen und Abiturienten mit auf den Weg gegeben wurde: ein Symbol dafür, dass alle ehemaligen Schülerinnen und Schüler zwar nun ihren eigenen Weg gehen werden, aber dennoch nie alleine und ohne Hilfe sein werden.

Anschließend wurde im Forum der Realschule plus weitergefeiert, wo die 71 Abiturientinnen und Abiturienten ihre Zeugnisse erhielten. Zuvor richteten Schulleiter Dirk Weigand und MSS-Leiter Stefan Buchner sich in einem Grußwort an die Absolventinnen und Absolventen und griffen dabei deren selbstgewähltes Motto „Prison Break – we`re gonna ABI free“ auf. Wie schon im Gottesdienst deutlich wurde, bringe Freiheit auch Verpflichtungen mit sich, betonte Buchner. In diesem Sinne stimme es ihn optimistisch zu sehen, dass Jugendliche und junge Erwachsene auf den FridaysForFuture-Demonstrationen ihre Freiheit nutzten, um sie friedlich für das Allgemeinwohl zu nutzen. Gerade im Zeitalter der Fake News und des Rechtspopulismus, wo Freiheit zur Bekämpfung der Freiheit anderer missbraucht werde, sollten die Abiturientinnen und Abiturienten ihr Reifezeugnis nicht nur als Eintrittskarte in die Freiheit, sondern auch als Verpflichtung sehen.

Auch Weigand rief dazu auf, die Freiheit in diesem Sinn zu verstehen. „Eine Person, die tun und lassen kann, was sie will, ist nicht frei“, so seine Mahnung mit Bezug auf Kant. Max Webers Gesinnungsethik gebe den wichtigen Hinweis, dass Freiheit und Verantwortung erst dann zusammen treffen, wenn jeder die Folgen seines eigenen Handelns bedenkt.

Als Sprecher des Abiturjahrgangs ließ Benjamin Weber auf amüsante Weise die Schulzeit Revue passieren. Dabei dankte er den Lehrern und besonders den Eltern für ihr Engagement, mit dessen Hilfe das Abitur nun geschafft sei. Mit leichtem Wehmut nehme er, genau wie seine Mitabiturientinnen und Mitabiturienten, jetzt Abschied von der Schule: Das Evangelische Gymnasium Bad Marienberg sei ihnen im Laufe der Jahre doch sehr ans Herz gewachsen. Als Ausblick kündigte er aber bereits jetzt ein Jahrgangstreffen 2029 auf eine Gulaschsuppe in der Mensa an.

Oberkirchrat Stefan Knöll überbrachte im Namen der EKHN die herzlichen Glück- und Segenswünsche v.a. von Kirchenpräsident Volker Jung. In seinem Grußwort erinnerte Knöll daran, dass die lebenslange Kernfrage jenseits aller Noten, aber auch jenseits aller Rollenbilder und aller Profile in den sozialen Netzwerken die Frage sei, die Bonhoeffer bereits 1944 im Gefängnis formuliert hatte: Wer bin ich wirklich? In seinem Gedicht kam er zu dem Fazit: „Wer ich auch bin: Dein bin ich, du kennst mich, oh Gott.“ Diese Wahrheit sei den Abiturientinnen und Abiturienten an dieser evangelischen Schule immer wieder in Gottesdiensten und im Unterrichtsalltag vor Augen geführt worden. Jeder Mensch besitze als Ebenbild Gottes eine einzigartige Würde und Wert von Gott: Das sei die eigentliche menschliche Identität. Dieses Wissen, so sein Wunsch, sollten die Abiturientinnen und Abiturienten nun mitnehmen in die Zukunft.

Mit der Entwicklung einer Raupe zum Schmetterling verglich Matthias Schütz, Vorsitzender des Schulelternbeirats, die Entwicklung der heutigen Schulabgängerinnen und –abgänger in Kindergarten und Schule. Auch das Ringen um Freiheit, die beim werdenden Schmetterling durch dessen Anstrengung im engen Kokon zum Ausdruck komme, sei Bestandteil dieser Entwicklung. Den Abiturientinnen und Abiturienten seien jetzt nach der Anstrengung der Schulzeit wie dem Schmetterling im Kokon gleichsam Flügel gewachsen: Diese Flügel wollten jetzt genutzt werden, um sie im je eigenen Flugstil zu ihrem persönlichen Lebensziel zu tragen – und dabei wünschte Schütz ihnen die Erfahrung, die bereits König David von vielen Jahren gemacht hatte: „Nehme ich die Flügel des Morgenrots und lasse mich nieder am äußersten Meer, auch dort wird deine Hand mich ergreifen.“ (Ps 129,9f.)

Silke Schneider vom Förderverein des Evangelischen Gymnasiums Bad Marienberg betonte die in der Oberstufe geförderte Urteilsfähigkeit der Absolventinnen und Absolventen; für dieses Ziel unterstütze der Förderverein die pädagogische Arbeit der Schule gerne weiterhin finanziell. Bereits jetzt lud sie zu einem Wiedersehen auf dem jährlichen Sommerfest des Fördervereins am 6.9. dieses Jahres ein.

Wie Schulleiter Dirk Weigand anfangs dargelegt hatte, seien die Noten im Abiturjahrgang mehr als zufriedenstellend, da mehr als 40% der Abiturientinnen und Abiturienten mindestens die Durchschnittsnote 2,5 erzielt hatten. Die Debatte in der Gesellschaft über Zeugnisnoten und Bewertungen sei allerdings oft zu eindimensional: Sie alle würden jenseits aller Noten mit ihrer nun attestierten Reife in der Gesellschaft gebraucht. Nichtsdestotrotz blieb es ungenommen, einzelne Abiturientinnen und Abiturienten für besondere Leistungen auszuzeichnen. Für vorbildliche Haltung und beispielhaften Einsatz in der der Schulgemeinschaft erhielt Philipp Schäfer ein Buchpräsent des Landes Rheinland-Pfalz. Im Namen des Westerwaldkreises wurde Melvin Dix als Jahrgangsbester mit der Traumnote 1,1 geehrt. Stadtbürgermeisterin Sabine Willwacher durfte Hannah Theis zu besonderen Leistungen im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich gratulieren. Gleich sieben Abiturientinnen und Abiturienten durften Matthias Schütz und Oliver Thinius als Vertreter der Malteser für ihr besonderes Engagement im Schulsanitätsdienst auszeichnen: Adrian Schaub, Bob Held, Celine Hüfken, Marisa Lauszat, Valerie Nuding, Ina Schneider und Philipp Schäfer. Für besondere Leistungen in einzelnen Fächern überreichte auch Silke Schneider im Namen des Fördervereins Buchpräsente an Melvin Dix (Naturwissenschaften); Hannah Theis (Deutsch), Melissa Diels (Sprachen) und Silas Langenbach (Mathematik). Ebenso erhielten Marisa Lauszat und Gerrit Schell (Philosophie), Johanna Geuther (Geschichte), Melvin Dix, Joshua Hermann, Hannah Theis, Noel Weber, Leon Heymann, Bob Held, Luca Krempel, Silas Langenbach und Mina Pommeranz (Physik), Hannah Theis und Jamie-Ann Kühn (ev. Religion/EKHN) und Jessica Riemer (Biologie) Auszeichnungen von den Fachschaften des Lehrerkollegiums in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Landesverbänden.

In guter Tradition wurde die Feier, die die Abiturientinnen Celine Hüfken und Kim Heuzeroth gekonnt moderierten, musikalisch umrahmt von der Swing Combo unter Leitung von Marco Jeuck und der Schüler-Lehrer-Band mit einem brillanten Gerrit Schell am Mikrofon. Besonderes Highlight war, dass zusätzlich die Abiturientinnen und Abiturienten in der Swing Combo spontan alleine auftraten. Auch Carla Leukel an der Geige, begleitet von Musiklehrerin Dorothea Kempf am Klavier, bewies das musikalische Können des Abiturjahrgangs. Im abschließenden Stück „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen brachten noch einmal alle Abiturientinnen und Abiturienten das Besondere dieses Tages zum Ausdruck, bevor sie in Zukunft – ausgestattet mit ihren Reifezeugnissen – ihr Leben in der neu verantworteten Freiheit gestalten können.

 

Ausnahmezustand am EvGBM

Ausnahmezustand am EvGBM

Nachdem die letzten mündlichen Prüfungen bis Montag absolviert worden waren, war es am Dienstag, den 26.03.2019 soweit: die frischgebacken Abiturienten des Evangelischen Gymnasium Bad Marienberg stürmten ein letztes Mal ihre alte Schule und legten den Unterricht von 08:30 Uhr bis 12:30 Uhr lahm. Wo normalerweise fleißig gepaukt wird, gab es nun ein Unterhaltungsprogramm in der Turnhalle. In verschiedenen Disziplinen traten Schülerschaft und Lehrerkollegium gegeneinander an. Einige der Wettkämpfe waren Volleyball, Völkerball, Zitate- und Schlagerraten sowie Blamieren oder Kassieren. Zumeist konnten sich hier die Lehrerinnen und Lehrer gegen ihre ehemaligen Schüler durchsetzen; und das hatte Auswirkungen auf den Rest der Schülerschaft: Diese konnte nämlich Tipps auf den Sieg der jeweiligen Teams abgeben und so Jetons für die eigene Klassengemeinschaft gewinnen. Sieger des Tippspiels wurde die 10c. Zur Belohnung gab es Süßigkeiten!

Leidtragende der Aktion waren lediglich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12: Sie mussten nach dem Ende des Abisturms die Spuren beseitigen und alles wieder aufräumen. Im nächsten Jahr ist dafür die jetzige elfte Jahrgangsstufe verantwortlich.

Am Freitag, den 29.03.2019 findet nun noch der Gottesdienst und die Akademische Abschiedsfeier für die Abgänger statt, bevor das EvGBM seine Abiturienten in die Welt entlässt.

„MINT on Tour“ zu Besuch am EVGBM

Naturwissenschaftliche Projektwoche mit der Universität Siegen

„MINT on Tour“ zu Besuch am EVGBM

An unserer Schule gab es für die Klassen der Jahrgangsstufe 8 ein Highlight. Von Montag bis Mittwoch kamen wissenschaftliche Mitarbeiter und Studierende des Projektes „MINT on Tour“ der Universität Siegen an unsere Schule. Mit im Gepäck hatten sie eine Vielzahl von Experimenten und Bausätzen aus den Bereichen Naturwissenschaften, Ingenieurswissenschaften und Technik. Unter dem großen Begriff „Energie“ stand der Spaß an den MINT-Fächern (MINT: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) im Vordergrund: Frei von jeglichem Notendruck werkten und bastelten die Schülerinnen und Schüler an neun Großexperimenten. Dabei wurde zum Beispiel ein selbstfahrendes „Knatterboot“, ein chemischer Taschenwärmer durch das Rosten von Eisenpulver, oder eine Taschenlampe mittels Induktion gebaut. Altersangemessen wurde dann aber auch der Wissensdurst nach dem „Wie?“, „Weshalb?“ und „Warum?“ gestillt. Das MINT-Projekt ist ein wichtiger Baustein der MINT-Bildung unserer Schule geworden. Es dient der erweiterten Motivation der Schülerinnen und Schüler für den MINT-Bereich, denn dieser bildet und sichert einen wichtigen und großen Teil unserer modernen und technologisierten Lebenswelt (der Fachkräftemangel auf den Arbeitsmärkten ist ein allgegenwärtiger Begriff). Daher sind unsere die Schülerinnen und Schüler froh das Siegener Projekt bei uns begrüßen zu dürfen und sagen: „Auf Wiedersehen im nächsten Jahr!“

Vielfältige sportliche Erfahrungen im Leistungsfach Sport

Vielfältige sportliche Erfahrungen im Leistungsfach Sport

Im Verlauf des Sport-Leistungskurses erfolgt in der wöchentlich vierstündigen Praxis eine Ausbildung in den Individualsportarten Leichtathletik, Schwimmen, Turnen – ergänzt durch Gymnastik und Tanz – sowie in zwei Spielen, davon mindestens in einem Mannschaftsspiel.

Die jeweiligen Kursleiter bemühen sich, sofern es die Zeit erlaubt, um Einblick in weitere Sportarten, meistens in Form einer Mini-Exkursion, wie zum Beispiel in die Siegener Kletter- oder Boulderhalle, ins ortsansässige Fitnessstudio Atlas oder an die Wasserskianlage in Marburg bzw. Gießen.

Faszination Astronomie live erlebt

Info zum Besuch der Sternwarte

Faszination Astronomie live erlebt

Am Freitagnacht, 08.03.2019 stand für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7c des Evangelischen Gymnasiums Bad Marienberg eine Exkursion der besonderen Art auf dem Stundenplan. Mit ihrem Physiklehrer besuchten sie die Volkssternwarte Burgsolms. Schon die knapp einstündige Fahrt nach Burgsolms stand unter dem Zeichen der intensiven Himmelsbeobachtung. Es war nämlich bei Abfahrt in Bad Marienberg im strömenden Regen noch nicht abzusehen, ob der bewölkte Himmel einen Blick ins Universum zulassen würde.

Mit der Ankunft in Burgsolms ließ zwar der Regen nach. Ein nach wie vor bedeckter Himmel und ein nur 11% kleiner abnehmender Mond konnten das letzte Stück Fußweg vom Ortsrand zur außerhalb gelegenen Sternwarte nicht erhellen, sodass die Schülerinnen und Schüler dem Weg mithilfe von Taschenlampen folgen mussten. Für astronomische Beobachtungen sei das an diesem Abend schwache Mondlicht allerdings sehr vorteilhaft, erklärte Herr Düring von der Sternwarte später, da „starkes“ Mondlicht einen Blick in ferne Galaxien sehr erschwere.

 

Aber vor den erhofften Himmelsbeobachtungen der Schülerinnen und Schüler stand noch ein äußerst interessanter und kurzweiliger Vortrag mit Einführung in die Wissenschaft der Astronomie auf dem Programm. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler immer wieder ihr bereits beachtliches Wissen über das All einbringen. Mehrfach unterbrach Herr Düring seinen Vortrag, um einen Blick an den Nachthimmel zu werfen. Die Wolken wollten jedoch nicht aufreißen.

 

Aber es stand noch der zweite Teil des Vortrages von Herrn Düring auf dem Programm, der nicht weniger interessant war als der erste, zumal Herr Düring eine Reihe faszinierender Fotos ferner Galaxien zeigen und erklären konnte, die allesamt mit eigenen astronomisch-fotographischen Geräten der Sternwarte Solms aufgenommen wurden. Nach der Beantwortung einer Reihe von interessanten Fragen endeten die Ausführungen von Herrn Düring mit einem spontanen Applaus der Schülerinnen und Schüler.

 

Der Himmel hatte sich leider auch zur fortgeschrittenen Stunde noch nicht geöffnet. Herr Düring kam natürlich trotzdem dem Wunsch der Schülerinnen und Schüler nach und bestieg mit ihnen die Beobachtungsplattform. Hier erklärte er die Funktionsweisen und Anwendungsgebiete der verschiedenen Himmelsfernrohre. Insbesondere das große 400 mm Newton-Spiegelteleskop (s. Foto) hatte es den Schülerinnen und Schülern sehr angetan. Da es wenigstens aufgehört hatte zu regnen, öffnete Herr Düring das Dach bis zur Hälfte, um zu demonstrieren, wie sich Himmelsbeobachtung unter normalen Bedingungen „anfühlt“.

 

Mit einem Dank an Herrn Düring von der Volkssternwarte Burgsolms endete schließlich zu später Stunde der Besuch, zum allgemeinen Bedauern ohne wirkliche Himmelsbeobachtung. Nach einem Fußweg durch die immer noch stockfinstere Nacht und der Rückfahrt mit dem Bus ging eine eindrucksvolle und sicherlich unvergessliche „Unterrichtsstunde“ für die Schülerinnen und Schüler der 7c zu Ende.

Infos zur Sternwarte Burgsolms unter:  www.sternwarte-burgsolms.de

huk


 

 

… am Fuße des Großglockners – Skifahrt 2019

… am Fuße des Großglockners – Skifahrt 2019

Um 21:00 Uhr am 1.02.19 haben wir uns getroffen und den Bus in Bad Marienberg empfangen. Um circa 21:30 Uhr sind wir dann losgefahren, nachdem jeder eingestiegen war und sein Gepäck im Kofferraum verstaut hatte. Nachdem doch noch vor dem Tauernpass die Schneeketten aufgezogen werden mussten, kamen wir am nächsten Morgen im dicksten Schneegestöber nach circa zehn Stunden Busfahrt um 7:30 Uhr an der Jugendherberge Regenbogen an. Da wir unsere Zimmer erst gegen Mittag beziehen konnten, mussten wir unser Gepäck vorerst vor der Herberge abstellen und warten bis die Zimmer hergerichtet waren. Aufgrund des Neuschnees, der über Nacht gefallen war, konnten wir den ersten Tag kein Ski fahren, bis auf ein paar Lehrer, die das Skigebiet und die Verhältnisse erkunden wollten. Nach einer kleinen Stärkung in der Pension, haben wir uns auf den Weg gemacht, Ski, Skischuhe und Stöcke, soweit sie vorhanden waren, im Skidepot abzustellen. Dafür sind wir mit dem Skibus circa 2 Kilometer in Richtung Skigebiet gefahren und konnten unsere Skiausrüstung ungefähr 100 Meter entfernt von der Piste deponieren. Zugleich konnten diejenigen, die keine Skiausrüstung dabei hatten, sich sämtliches Material vor Ort ausleihen. Als das nach einer guten Stunde geschafft war, haben wir uns zu Fuß auf den Heimweg begeben. Zuhause angekommen, konnten wir nun unsere Zimmer beziehen und das Haus näher erkunden. Um 15:00 Uhr wurde uns dann angeboten, erneut in Richtung Kals zu laufen und dort in der Nähe einkaufen zu gehen. Das war ein Fußmarsch von circa einem Kilometer. Abends gegen 18:00 Uhr haben wir uns dann zum Abendessen im Aufenthaltsraum versammelt. Zur Vorspeise gab es einen Teller Suppe, wovon sich natürlich jeder nachholen konnte so viel er wollte. Als Hauptspeise gab es dann noch eine riesen Portion Käsespätzle, wovon jeder satt wurde. Nach dem Essen gab es dann noch eine kurze Mittteilung wie der nächste Tag verlaufen wird, wann es Frühstück gibt und viele Informationen mehr. Dadurch, dass jeder müde von der Busfahrt war, sind die meisten der Gruppe früh schlafen gegangen.

Müde und erschöpft vom vergangenen Tag, haben wir uns am nächsten Morgen um 7 Uhr zum Frühstück gezwungen, um wenigstens ein bisschen was an Energie zu erhalten. Wir haben uns in die engen Thermoklamotten gezwungen und die Helme unter den Arm geklemmt und sind losmarschiert zum Bus. Im Depot angekommen haben wir den Rest angezogen. Die Lehrer haben die einzelnen Gruppen aufgerufen und bis die sich zusammengefunden hatten vergingen wie immer mindestens 30 Minuten, weil irgendwer nicht aufgepasst hat. Das hat sowohl die Lehrer als auch den Schülern die Nerven geraubt, aber es ist ja immer das gleiche. Mein Anfängerkurs trat wie üblich voll motiviert den Marsch zur Anfängerpiste an und, weil das Wetter so schön war, hat das sogar Spaß gemacht und die Stimmung war gut. Dort angekommen führten wir ein kurzes aber knackiges Aufwärmen durch und begaben uns direkt an die Übungen. Der Kurs wurde nochmal unterteilt in ,,Anfänger 1“ und ,,Anfänger 2“, um einige grobe Fehler präziser zu beheben, was einige frustrierte, weil sie sich nicht sonderlich auf das Skifahren, sondern eher auf die Theorie konzentrieren mussten. Der Stolz war bei manchen größer und es kam zu heftigen Diskussionen, die aber meistens mit einem dummen Spruch geklärt wurden. Interessant wurde es dann, als sich die Schüler gegenseitig beobachten mussten, was zu verbessern war und schnell wurde klar, von wem das Ego größer war… Aufgrund der „Freundlichkeit“ der ,,Adlerlounge“, sahen wir uns gezwungen, unser Mittagessen auf einer anderen Alm zu uns zu nehmen, wo das Essen viel besser war – nämlich auf der urigen Gamsalm. Es gab Pizza und da alle schon auf Entzug waren, war schnell klar, was bestellt werden sollte. Nach dem Essen ging es wieder auf die Piste und es wurde fleißig weitergeübt. Uns wurde am Ende versprochen, dass wir morgen auf die rote Piste fahren würden, um in steilerem Gelände zu üben. Jeder hat sich gefreut, aber tief im Innern dachten sich alle:,,Oh, Gott-was wird das bloß werden!“ Auf der Heimfahrt kauften wir im Supermarkt unseres Vertrauens ein. Natürlich nur unter Aufsicht der Lehrer! Zuhause angekommen gingen alle duschen und es gab essen: Lecker! Suppe und Schnitzel mit Pommes. Herr Mühlbauers tägliche Ansprache ließ nicht lange auf sich warten und wir erhielten wichtige Informationen. Das war besonders interessant für die Oberstufe, da wir die Erlaubnis bekamen auszugehen, was im Nachhinein keine so gute Idee war… Der Sport-Lk ist am selben Abend in eine Kneipe gegangen und schloss direkt Freundschaft mit dem Wirt. Wir wurden seine Stammkunden und er hat sogar Lennard und mir seine Kellerbar gezeigt. Um 22 Uhr waren wir zurück. Die Lehrer saßen abends immer in einer lustigen Runde zusammen und wir sollten antreten, um Gute Nacht zu sagen. Auch am nächsten Tag sind wir wie gewohnt gegen 7:00 Uhr aufgestanden und haben uns für das Frühstück fertig gemacht. Dort saßen wir dann zusammen mit dem Sport-LK an einem Tisch und haben uns parallel zum Frühstücken gemütlich unterhalten. Nachdem wir fertig gefrühstückt hatten, sind wir dann zurück auf unser Zimmer gegangen, zogen uns die Skisachen an, sodass wir spätestens um 8:30 Uhr vor dem Haus „Regenbogen“ startklar standen. Der Bus kam dann kurze Zeit später und lud uns am Skidepot ab, wo wir unsere Ski sowie Ski-Schuhe und -Stöcke gelagert hatten. Das Skidepot befand sich in unmittelbarer Nähe (30-40m) vom Sessellift, der uns nach oben zur Mittelstation brachte, wo unser gemeinsames Aufwärmen stattfand. Das Aufwärmen heute war ein kleines Workout von Frau Weck, später gab auch eine kleine Gruppe von Schülern ein paar Schritte zum Nachtanzen vor. Danach teilte sich die Gruppe wie gewohnt in Anfänger 0, Anfänger 1, Fortgeschrittene, Könner und Könner+ auf.

Ich berichte den heutigen Tag aus der Perspektive der Fortgeschrittenen. Herr Mühlbauer war heute für uns zuständig. Zuerst durften wir uns auf der Talabfahrt eigenständig einfahren, später fuhren wir mit den zwei Sesselliften bis ganz nach oben. Herr Mühlbauer beobachtete uns ab und zu beim freien Einfahren und stellte fest, dass die Hoch-Tiefbewegung bei den meisten nicht richtig stimmte. Als wir nun ganz oben angekommen waren, bekam die Gruppe Übungen, die der Verbesserung der Hoch-Tiefbewegung diente. Zum Beispiel mussten wir den Stockeinsatz extra weiter vorne setzen, damit wir eine Vorlage erzielten und die Hoch-Tiefbewegung besser ausführen konnten. Später kam noch dazu, dass wir beim Aussteuern, also kurz nach dem Stockeinsatz und der Belastung des neuen Außenskis, mit den Händen ins Tal zeigen mussten. Nachdem wir wieder im Tal angekommen waren, fuhren wir noch einmal mit dem Sessellift bis zur Mittelstation. Nun fuhren wir aber nicht nochmal die Talabfahrt, sondern Richtung Gondel, da dort die Hütte lag, in der wir Mittagspause machten. Bei der Abfahrt merkte ich selber schon eine deutliche Verbesserung meiner Hoch-Tiefbewegung sowie meiner Außenskibelastung. Die Mittagspause dauerte von circa 12:30 Uhr bis 13:30 Uhr. Als die ganze Gruppe dann wieder gut gestärkt in die Aufteilung der Gruppen startete, wurden alle Könner und Fortgeschritten, bis auf die des Sport-LKs, zum freien Fahren geschickt. Alle Anfänger wurden, wie bereits am Morgen, in Kurse geschickt. Die Könner und Fortgeschrittenen des Sport-Lks wurden für den Nachmittag zum sogenannten „Straffahren“ verdonnert, unter der Leitung von Herrn Herkersdorf. Das lag daran, dass wir am vorigem Abend mit geringer Menge Alkohol sowie beim Besuch auf den Zimmer des anderen Geschlechts erwischt wurden, was gegen die Vorschriften verstieß. Das Urteil zu diesem Verstoß war das „Straffahren“ statt des freien Fahrens sowie Ausgangsverbot für zwei Tage. Beim Straffahren durften wir später von ganz oben per Pflug die Pisten runterfahren. Auch mussten wir Übungen absolvieren, die sehr ungewöhnlich waren, wie mit einem Ski die Piste runterfahren usw… Das Schlimmste für mich war es, eine Piste in der Pflugstellung Schuss runterzufahren und dabei die ganze Zeit stark bremsen zu müssen, sodass wir Ewigkeiten brauchten, bis wir die eine Piste runtergefahren waren. Generell haben wir den ganzen Nachmittag gebraucht, um einmal von ganz oben nach unten ins Tal zu fahren. Unter normalen Umständen hätte man diese Strecke locker zwei- bis dreimal fahren können. Nachdem wir unsere Skisachen ins Depot gebracht hatten, fuhren wir mit dem Bus wieder zur Jugendherberge. Diejenigen, die wollten, konnten auch noch beim Supermarkt aussteigen, um sich dort etwas zu kaufen. Jedoch mussten diejenigen dann zurücklaufen. Als wir wieder zurück in der Jugendherberge waren, duschten wir alle, bevor Hauswirtin Maria das Abendessen ausgab. Nach dem Abendessen verbrachten wir alle die Zeit mit Gesellschaftsspielen oder redeten einfach miteinander. Es kann auch mal ganz entspannend sein, wenn kein Wlan verfügbar ist 😉 Manche die ausgehen durften, gingen in eine nahegelegene Bar. Das Skifahren hatte trotz des anstrengendem „Straffahrens“ Spaß gemacht. Das Wetter war die ganze Woche über optimal.

Der folgende Tagesablauf ist der Ablauf des Sport-LK der MSS11. Nach dem Aufstehen stand wieder das Frühstuck an. Nach dem Frühstück hat uns der Skibus um 8:40 Uhr zu unserem Skidepot gebracht, von dem wir wieder mit der ganzen Ski-Gruppe zur Mittelstation gefahren sind. Dort haben wir uns gemeinsam aufgewärmt. Nach dem gemeinschaftlichen Aufwärmen ist der Sport-LK zu dem Prüfungshang gefahren. Dort haben wir zunächst besprochen, wo am folgenden Tag die Prüfung stattfinden sollte. Anschließend sind wir zweimal den Prüfungshang gefahren. Dabei wurden wieder Videos von uns für die am Abend anstehende Videoanalyse gemacht. Um 12 Uhr hatten alle Gruppen Mittagspause. Wir sind wieder an der Talstation in einem Restaurant eingekehrt. Um ca. 13 Uhr ging es für alle weiter. Wir wurden erneut in die vom vorherigem Tag bekannten Gruppen, Anfänger, Fortgeschrittene und Könner eingeteilt. Meine Gruppe, die Anfänger, ist am Nachmittag unter Beaufsichtigung einer Lehrkraft auf die „Rote 17“ losgelassen worden. Hier konnten wir nochmals unsere Technik verbessern. Um 15:30 Uhr war Treffen am Skidepot, damit wir mit dem 16-Uhr-Bus zurück zu unserer Unterkunft fahren konnten. Von 16-18 Uhr stand uns die Zeit frei zu Verfügung. Dies wurde zum Duschen und Entspannen genutzt. Um 18 Uhr gab es dann für alle Abendessen und für den Sport-LK die zuvor angesprochene Videoanalyse. Nach der Videoanalyse stand uns die Zeit wieder zur freien Verfügung. Um 22 Uhr war dann Nachtruhe angesagt.

Am Morgen der Skiprüfung saß die ganze Gruppe nach dem Aufstehen zusammen an den Frühstückstischen. Besonders am Tisch des Sport-LKs war die Stimmung sehr angespannt, da heute die große Skiprüfung bevorstand, worauf man sich die ganze Woche vorbereitet hatte. Es wurden noch einmal die letzten Tipps und Tricks unter den Skifahrern ausgetauscht und dann haben wir uns auf den Weg zur Piste gemacht. Nach dem täglichen gemeinsamen Aufwärmen hat sich der Sport-LK versammelt und über den Verlauf der Prüfung gesprochen. Danach sind wir in Richtung Prüfungshang gefahren und jeder durfte einmal die Piste zur Generalprobe runterfahren. Der Rest der Gruppe durfte den Tag frei fahren, dies aber nicht im ganzen Skigebiet, sondern nur auf bestimmten Pisten. Nach der Generalprobe versammelten sich alle erneut am Start des Prüfungshanges und es wurde die Reihenfolge der Starter festgelegt. Zuerst durften die Mädchen fahren und danach die Jungen. Im Prüfungshang befand sich zuerst ein etwas steileres Stück und danach lief die Piste flacher aus. Die prüfenden Lehrer haben sich dann circa in die Mitte des Hanges gestellt, um beide Teile der Fahrt möglichst gut einsehen zu können. Oben am Start wurde die Anspannung größer je länger es gedauert hat. Nach jedem Starter wurden circa 5 Minuten Abstand zum nächsten Starter gehalten, damit sich über die Note des Fahrenden beraten werden konnte. Nach knappen 2 Stunden warten, warm halten durch tanzen und singen waren alle Schüler durch und alle fuhren geschlossen und erleichtert in Richtung Mittagspause. Auf der Alm wurden dann die Noten mitgeteilt, danach war die Stimmung meist positiv. Nach der Pause ist der Sport-LK dann in einer Hütte zum Apres-Ski eingekehrt, um auf die Prüfung anzustoßen, wohl gemerkt nur mit stillem Mineralwasser. Etwas später hat sich dann die gesamte Gruppe in einer Alm versammelt, um die Skifreizeit so langsam, aber auch etwas vorzeitig „austrudeln“ zu lassen. Nach vielen Tänzen und guter Stimmung sind wir dann Richtung Abendessen aufgebrochen. Es gab wie immer eine Suppe zur Vorspeise und zur Feier des Tages eine Portion Kaiserschmarrn. Um weiterhin die gute Stimmung beizubehalten, wurden die Schüler eingeladen, erneut mit in die Alm zu gehen, um den Abend ausklingen zu lassen. Dort wurde zusammen getanzt und gesungen. Gegen 22:00 Uhr hat die Gruppe dann den Weg zur Herberge eingeschlagen. Nach kurzem 2-Kilometer-Fußmarsch waren dann die meisten müde und sind schlafen gegangen.

Der letzte Tag wurde von den Lehrkräften in Form einer Ski-Rallye geplant. Aber wir beginnen wieder beim Anfang. Es galten dieselben Frühstücks- und Abfahrtszeiten, wie an allen Tagen zuvor. Vom Skidepot aus sind wir wieder als geschlossene Gruppe zur Mittelstationen gefahren, wo wir uns aufwärmten. Die Gruppen für die Ski-Rallye durften wir uns aussuchen. Wir mussten wie üblich alle Gruppenmitglieder und eine Handynummer eines Mitgliedes auf einen Zettel der Lehrer schreiben, damit die Lehrer eine Übersicht hatten. Uns wurde erlaubt, in den Gruppen auf zwei roten Pisten zu fahren und dort die Aufgaben zu erledigen und die Fragen zu beantworten. So mussten wir verschiedene Fragen zu unserem Skigebiet und zur oberösterreichischen Kultur und Sprache beantworten. Außerdem bestand ein Teil der Rallye aus verschiedenen lustigen Aufgaben, die wir durch möglichst zahlreiche Fotos/Videos dokumentieren sollten.

Um 12:30 trafen sich alle Gruppen auf einer Alm, wo die gemeinsame Mittagspause auf dem Programm stand. Nach der Mittagspause hatten wir noch ca. eine Stunde für die Rallye. Anschließend bewältigten wir mit der kompletten Gruppe die kurvenreiche Talabfahrt und kamen um 15:20 Uhr ein letztes Mal am Skidepot an, wo die meisten der Gruppe die Skier, Skistöcke, Helme und Skischuhe abgeben mussten. Um 16 Uhr fuhren wir mit dem Bus zu unserer Unterkunft. Dort hatten wir wieder bis 18 Uhr Freizeit. Nach dem Abendessen wurden die ersten drei Plätze der Ski-Rallye verkündet und erhielten jeweils einen kleinen Preis. Anschließend mussten alle ihre Koffer packen. Nach einer Zimmer-Kontrolle hatten die „alten Hasen“ der Gruppe wieder Ausgang bis 22 Uhr.

Heute war der letzte Tag in Österreich der Skifahrt 2019. Am vorigen Abend bekamen wir alle Anweisungen für die heutige Abreise. Und zwar mussten wir um 6 Uhr morgens das Zimmer komplett geräumt haben. Bevor Hauswirtin Maria nicht alle Zimmer freigab, wurde kein Frühstück serviert. Geplant war, dass der Bus irgendwann zwischen 7 und 11 Uhr morgens ankommen sollte, um uns nach Hause zu bringen. Später meldeten sich die für uns zuständigen Busfahrer und sagten, dass es frühesten 13 Uhr werde. In der Zeit des Wartens spielten wir viele Gesellschaftsspiele, ein Teil erkundete wandernd die Gegend und wir unterhielten uns viel. Um circa 11 Uhr hatten wir die Ehre, eine sehr freundliche Gruppe aus Oberhausen kennenzulernen. Ein Schüler von ihnen machte sogar ein WLAN-Hotspot auf. Bevor der Bus um 14 Uhr ankam, boten die Lehrer an, nach Kals ins Dorf zu gehen, um etwas zu essen oder Essen für die Fahrt zu kaufen. Als wir schließlich um 14:30 Uhr abfuhren, wurden wir mit lautstarkem  Gebrüll von der Oberhausener Gruppe verabschiedet. Die Fahrt zog sich allerdings ein bisschen hin und wir kamen erst um circa 1 Uhr nachts in Bad Marienberg an, weshalb für die meisten auch die Apresski-Party in Unnau ins Wasser fiel. Dennoch war die Skifahrt 2019 in meinen Augen eine sehr schöne Fahrt und hat sehr viel Spaß gemacht – gerne würde ich nochmal mitfahren.

Von: Lukas M., Lennard W., Tom F., Luke J.

 

Auf nach Kaiserslautern!

Nach einem erfolgreichen Regionalentscheid in Montabaur steht das Mädchenteam des Evangelischen Gymnasium Bad Marienberg in der finalen Runde des Fritz-Walter-Cup.

Auf nach Kaiserslautern!

Am 14.03.2019 fand in Montabaur der Regionalentscheid des Fritz-Walter-Cup statt. Ins Rennen gingen die Mädchenteams (Jahrgang 2006) des Gymnasium a.d. Asterstein, des Are-Gymnasium Bad Neuenahr, des Evangelischen Gymnasium Bad Marienberg und des Gastgebers, des Mons-Tabor Gymnasium Montabaur. Alle Teams hatten sich gegen die zahlreiche Konkurrenz bis zu dieser (vorletzten) Runde durchkämpfen müssen und keinem Team war der Einzug in den Regionalentscheid leicht gemacht worden.

Die Mädchen aus Bad Marienberg gingen als amtierende Titelverteidigerinnen des Fritz-Walter-Cup als Favoriten in diese Runde; und konnten dieser Rolle gerecht werden! In drei fordernden Spielen konnten die Bad Marienberger Kickerinnen drei Siege erringen und mit neun Punkten unangefochten den ersten Platz im Turnier erlangen. Das Team wurde hierfür nicht nur mit einem Gutschein im Wert von 150€ geehrt, sondern hat sich mit dem zweitplatzierten Team des Gymnasium auf dem Asterstein aus Koblenz auch für die finale Runde in Kaiserslautern qualifiziert.

Dort wartet nun die fußballerische Crème de la Crème aus Rheinland-Pfalz auf unser junges Team. Können unsere Mädels den Pokal tatsächlich erfolgreich verteidigen? Die Antwort erfahren wir am 15.04.2019. Dann heißt es für das ganze EvGBM: Daumen drücken; der Titel ist in greifbarer Nähe!

StudienstufePlus: Konflikt um Syrien – ein politisches Planspiel

StudienstufePlus: Konflikt um Syrien – ein politisches Planspiel

Die StudienstufePlus, eine Gruppe, die innerhalb der MSS 11 einen umfassenden Einblick in die Berufswelt erhält, kam am Montag den 11.03.2019 bis einschließlich 12.03.2019 für eine weitere Veranstaltung zusammen. Dieses Mal kam ein Referent für Sicherheitspolitik, Bundeswehr-Hauptmann Daniel Beck, zu uns an die Schule und brachte uns POL&IS näher. POL&IS ist ein Politisches Rollenspiel, das institutionell besonders auf die Vereinten Nationen und Internationale Beziehungen eingeht. In diesem Fall ging es bei der politischen Simulation um die Konfliktlage in Syrien. Hauptmann Beck erklärte dabei die schwierige und ungelöste Situation dort, und forderte uns dazu auf in einem Rollenspiel gezielt eine Lösung anzustreben. Dabei sollten wir die Verhandlungs- und Entscheidungsprozesse im UN-Sicherheitsrat simulieren, der für unsere Zwecke unter anderem aus den „Vier Großmächten (Russland, Vereinigtes Königreich, Frankreich & die USA) sowie Ländern bestand, deren Interessen unmittelbar durch den Konflikt betroffen sind; aber auch Reporter, das Generalsekretariat der UN und die inoffiziellen Vertreter der Kurden nahmen an den Verhandlungen teil.

All diese Rollen vertraten jeweils ihre unterschiedlichen und individuellen Interessen; Interessen, die natürlich jeder während der ganztägigen Simulation durchsetzen wollte. Wir als Schülerinnen und Schüler durften uns in die Situation des jeweiligen Vertreters hineinversetzten. Die Kernprobleme der Konfliktlage sind nämlich (Stand 2014) nicht nur religiös, sondern auch hochpolitisch da der syrische Regierungschef Assad zu einer religiösen Minderheit des Landes gehört und deswegen von den Rebellen Assads nicht anerkannt wird. Hinzu kommt noch das einwirken des sogenannten IS und die Kurden, die auch in Syrien versuchen ihren eigenen Staat zu errichten. Hinzu kommt noch das Eingreifen der unterschiedlichen Staaten, die zum Teil auch Atommächte sind, was das ganze erheblich erschwert.

Dienstags begannen wir mit dem politischen Rollenspiel, mit dem Ziel zu einer Lösung zu kommen. Entsprechend gekleidet, begannen wir mit der Einfindungsphase in die zugeteilten Rollen. Herr Beck übernahm die Rolle des advocatus diaboli und beobachtete das ganze Geschehen, gab Tipps und klärte gegebenenfalls Unklarheiten. Danach startete dann endlich unsere Versammlung der Vereinten Nationen wobei jedes Land eine kleine Rede hielt, in der die Standpunkte und Meinungen dargelegt wurden. Nach jeder Rede gab es die Möglichkeit kritische Nachfragen zu stellen, um möglichen rhetorischen Verneblungstaktiken nicht auf den Leim zu gehen. Nachdem alle Länder ihre Standpunkte vertreten hatten, wurden Verbündete gesucht, um gemeinsame Interessen zu verfolgen. Pakte und Abkommen zwischen den Ländern boten einigen Seiten Vorteile, andere wiederum mussten sich an die Forderungen anpassen.

Nach der Mittagspause stellten die Reporter ihre zusammengetragenen Informationen in Form von Breaking News vor und heizten die Stimmung noch mal an, da einige geheime Neuigkeiten ans Licht kamen. Nun kam der Höhepunkt des Tages, die Konfliktlösung. Nun ging es darum die Kernprobleme des Konflikts (Assads Zukunft, Zukunft des IS, kurdischer Staat) anzugehen. Da jedes Land jedoch seine eigenen Interessen verfolgte, stellte sich die Gestaltung von Kompromissen allerdings als beschwerlich heraus. So wie es in der Politik nun mal wirklich ist. Verträge wurden beschlossen und wieder über den Haufen geworfen. Letzten Endes kamen wir trotzdem zu einer Einigung in zwei Kernproblemen, die von allen anwesenden Staaten vertraglich unterschrieben wurden. Um die vertraglichen Beschlüsse auch in die Tat umzusetzen, konnte jedes Land auf der Karte des syrischen Konfliktgebiets aufzeigen, wo und wie man Hilfe leisten kann. Das Ergebnis, zu dem wir am Ende des Tages gekommen sind, wurde nun von Hauptmann Beck mit der aktuellen Lösung bzw. Situation der realen Welt verglichen und ausgewertet.

Die politische Verhandlungssimulation, in die wir gebracht wurden, hat uns viele neue Erkenntnisse gegeben und unter anderem auch gezeigt, dass Politik Spaß machen kann. Eine solche Situation wie der Syrien-Konflikt kann aber vor allem im Detail höchst komplex sein, weswegen politische Verhandlungen manchmal auch so lange dauern. Generell lässt sich jedoch sagen, dass das Rollenspiel ein voller Erfolg war und jeden auf seine Art und Weise weitergebracht und neue Einblicke verschaffen konnte.

David, Hanna & Johanna

 

Aktion „Mobbingfreie Schule“

Aktion „Mobbingfreie Schule“

Das Mobbing-Präventionskonzept am Evangelischen Gymnasium Bad Marienberg orientiert sich hauptsächlich an dem Projekt „Mobbingfreie Schule – Gemeinsam Klasse sein!“, das in Rheinland-Pfalz seit dem Schuljahr 2010/11 vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur in Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse gestartet wurde. Das Projekt hat zum Ziel, für das Thema Mobbing zu sensibilisieren und die Prävention in den Schulen zu unterstützen, ihnen also dabei zu helfen, Mobbing zu vermeiden. Darüber hinaus werden mögliche Interventionsstrategien vermittelt, also Maßnahmen, die eingesetzt werden können, wenn es Mobbingfälle gibt. Schließlich ist das Programm nachhaltig angelegt, damit die Präventionsarbeit eine langfristige Wirkung erzielt.

Am Evangelischen Gymnasium Bad Marienberg soll in der sechsten Klasse in einem CyberMobbing-Workshop für dieses Thema sensibilisiert werden. Die meisten Kinder in dieser Klassenstufe besitzen bereits ein Smartphone. Viele nutzen auch verschiedene Messenger-Apps, obwohl diese z.T. in den AGB erst ab sechzehn Jahren zugelassen sind. In der Nutzung dieser Messenger-Dienste sind die Schülerinnen und Schüler häufig noch unbedarft und äußern sich z.B. in Klassengruppen in unpassender Weise oder sogar beleidigend über ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Die Tatsache, dass den Beleidigten nicht in die Augen geschaut werden muss, wirkt oft sogar enthemmend. Zudem bekommen sie die Wirkung ihrer Aussagen nicht mit und können gar nicht erkennen, ob sie möglicherweise jemanden verletzt haben. Wenn dann noch Zustimmung zu den getätigten Aussagen von anderen Mitschülerinnen und Mitschülern kommt und diese Aussagen über einen längeren Zeitraum wiederholt werden, kann man häufig schon von einer Mobbingproblematik sprechen.

In diesem Schuljahr wurden die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen Ende Januar von der Medienpädagogin Michaela Weiß (Kinder im Netz – aber sicher) in neunzigminütigen Workshops für die CyberMobbing-Problematik sensibilisiert. Außerdem sprach Frau Weiß mit den Kindern über das Preisgeben von Daten in sozialen Netzwerken und über die Gefahren von zu intensiver Mediennutzung. Die Sechstklässlerinnen und Sechstklässler waren erfreut, über ihre Medienerfahrung sprechen zu können und nahmen intensiv an diesem Workshop teil.

Da im EvGBM die Klassen in der siebten Jahrgangsstufe neu zusammengesetzt werden, wurde beschlossen, in dieser Klassenstufe eine besonders intensive Einheit der Mobbingprävention anzusiedeln. Der US-amerikanische Psychologe Bruce Tuckman geht davon aus, dass alle neu zusammengesetzten Gruppen nach einer Zeit des Kennenlernens (Forming), die Beziehungen untereinander auskämpfen (storming), um dann schließlich gemeinsame Regeln finden können (norming), mit deren Hilfe sie erst wirklich produktiv arbeiten können (performing). Um aus dem „Storming“ in die „Norming“-Phase übergeleitet zu werden, sollen die siebten Klassen nach einer Zeit der Eingewöhnung in einer halben Projektwoche nochmals für die Mobbingproblematik sensibilisiert und gemeinsam Regeln für ein mobbingfreies Miteinander festgelegt werden, damit man dem Motto der mobbingfreien Schule „Gemeinsam Klasse sein!“ gerecht zu wird. Das Projekt wird mithilfe eines von der Techniker Krankenkasse zur Verfügung gestellten Anti-Mobbing-Koffers durchgeführt, in dem sich ein strukturiertes Programm für alle Tage, zwei DVDs mit Filmen und weitere hilfreiche Materialien befinden.

In den Klassen sieben wurde Anfang Februar innerhalb von drei Tagen das Thema Mobbing anhand von Beispielfilmen besprochen und Klassenregeln wurden erarbeitet, die Mobbing vorbeugen können. Wie man vom Mitläufer oder vom stillen Dulder zu jemandem wird, der eingreift und Situationen auflösen kann, wurde ebenso besprochen, wie Möglichkeiten sich als Opfer Hilfe zu suchen. Viele Interaktionsspiele lockerten nicht nur die Atmosphäre auf, sondern sie sorgten auch für eine Stärkung der Klassengemeinschaft und des Selbstbewusstseins der Schülerinnen und Schüler. Das Projekt wurde von den Klassenleitungen mit großem Engagement durchgeführt und kam bei den Schülerinnen und Schülern gut an.